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Coop-Kapitel 2: Die Hinrichtung der Ketzer
#1
"Platsch" - erst Kälte, dann Atemnot und schließlich das Erwachen. Nacheinander werden Mio, Zero, Kaelea, Allen, Kornell, Ririca, und Drake unsanft geweckt. Die Synchron handelnden Soldaten stellen die Wassereimer ab und treten von den an der Wand aufgereihten und fest Geketteten Terroristen zurück. Die Gruppe erwacht in einer wahrlich riesigen Gefängniszelle, die anscheinend für größere Gruppen von Gefangenen gedacht ist. Jedes Gruppenmitglied ist dabei mit den Händen über den Kopf an die Wand gekettet. Auch um die Füße haben die Avalonier in Schellen gelegt. Vor allem Ririca macht das Erwachen schwer zu schaffen, ist sie doch als Kind noch vollkommen von der ganzen Situation überfordert. Auch Zane kann sie nirgendwo erblicken, genauso wenig wie Ann. Einen kleinen halt gibt es jedoch, sitzt doch ihr kleiner Chocobo Chapu auch angekettet in einer Ecke. Das Tier zittert jedoch nur ängstlich vor sich hin. Kaelea hängt eher an den Ketten, als dass sie steht. Ist sie doch noch schwach von der beinahe tödlichen Verletzung, die ihr zugefügt wurde. Allen, Kornell und Drake, die sich schon mehr als einmal in einer solchen Zelle befunden haben bewahren jedoch Fassung. Schließlich sind sie ja schon einmal von diesem Ort entkommen...sie sehen sich um und müssen schnell feststellen, dass dies sicherlich nicht das gleiche Gefängnis ist, aus dem sie erst vor kurzem ausgebrochen sind. Die Wände sind schneeweiß und sind mit avalonischen Schriftzeichen übersät. Alle die in Avalon aufgewachsen sind, wissen was das bedeutet - Die Todeszelle! Kurz vor der Hinrichtung werden die Ketzer in diesen speziellen Zellen geläutert. Dabei ist meist der zuständige Ritter anwesend, von diesem ist jedoch gerade keine Spur. Die Soldaten mit den Eimern wenden sich wie eine Einheit um und verlassen schließlich die Zelle. Drake spürt immer wieder einen dröhnenden Schmerz im Kopf, er scheint von Ikarus Angriff auch einige Verletzungen davon getragen zu haben.

Entgegen aller Erwartungen haben sich die Soldaten nicht die Mühe gemacht die Gefangenen zu entwaffnen, wahrlich beunruhigend, dass sie bereit sind ein solches Risiko einzugehen. Dann sind viele Schritte zu hören. Neben der Zelle bauen sich anscheinend Soldaten auf, jedoch befinden sie sich noch außerhalb der Sichtweite der Gruppe.

Der erste Soldat betritt den Raum und geht auf Allen zu. Der verhältnismäßig alte und glatzköpfige Aegyl baut sich vor dem Maschinisten auf und verbeugt sich leicht. Auf den ersten Blick sieht dieser Aegyl wie ein Obdachloser aus, die zerschlissenen Lumpen, die er trägt und das Fehlen von Schuhen an seinen Füßen zeigen dieses Bild eindeutig. Die verbleibenden Soldaten stimmen gemeinsam ein avalonsiches Gebet an Cid an. Nachdenklich streicht sich der Stämmige Aegyl durch den zerzausten Bart. Seine kurzen braunen Flügel zucken leicht und jetzt erkennt Allen, dass der Mann einen langen hölzernen Schlangenspeer und einen ebenso hölzernen Turmschild auf dem Rücken trägt. Bewohner von Avalon erkennen diesen Mann sofort als Nero, den bescheidenen - zuständig für die Sünde der Gier. Das avalonische Gebet wird immer lauter, Mio versteht nur einige fetzen von dem, was sie da singen. Ririca erkennt das Lied sofort, wird es doch meist auf kirchlichen Beerdigungen gesungen, denen sie als Chormitglied so manches mal beigewohnt hat. Jeder der aus Avalon kommt, kennt das Lied natürlich auch. "Sünder, Ketzer, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde der Gier schuldig gemacht habt, sollt heute gerichtet werden. Gierig nach Habseligkeiten die euch nicht gehören, seit ihr in die Schmiede des Gilgamesch eingedrungen und habt euch seiner Habseligkeiten habhaft gemacht. Im Namen von Cid möget ihr nie wieder fähig sein eure Hände an fremdes Eigentum zu legen! Ich Nero Kyrill Asai befinde euch für Schuldig...", mit einem schnellen Rückwertsschritt und zwei schnellen Stichen seines Speeres hinterlässt er tiefe Schnitte an den Händen von Allen. Dies wird wohl bleibende Narben hinterlassen. Warmes Blut rinnt die Arme des Maschinisten herunter. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzer Allen?"

Nun betritt der zweite Ritter die Zelle. Ein sogar noch älterer Aegyl, vielleicht so gar der älteste Aegyl den die Gruppe jemals zu Gesicht bekommen hat, baut sich vor Zero auf. Sein altes und faltiges Gesicht und sein weißter Anzug lassen ihn wie einen Edelmann erscheinen. Der schöne weiße Zylinder, der seinen Kopf ziert, unterstreicht dieses Bild. Bei jedem Schritt ist das Schleifen von Rädern zu hören. Der alte Aegyl zieht eine Mannhohe Harve hinter sich her, an der Rollen angebracht sind. Kurz breitet er die langen weißen Flügel aus. "Sünder, Ketzer, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde des Neides schuldig gemacht habt, sollt heute gerichtet werden. Neidisch auf die gesegneten Kinder des großen Cid, habt ihr den unbescholtenen Bürgern und Glaubenskriegern nach dem Leben getrachtet. Neidisch auf ihre großen Taten für ihren Herren und Neidisch auf diese Idylle, die unser Herr geschaffen hat, habt ihr Leben genommen. Im Namen von Cid möget ihr nie wieder fähig sein eurem Neid eine Stimme zu geben! Ich Michael Archibald Exil befinde euch für Schuldig...", schon tritt der Ritter einige Schritte zurück und spielt einen lauten Accord auf seiner Harve. Tiefe Schnitte ziehen sich über die Brust von Zero. Auch er wird bleibende Narben davon tragen. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzer Zero?"

Als Nächstes betritt Ikarus den Raum. Seine blaue Toga flattert unter seinen freudigen Schritten. Seine funkelnden Pistolen und sein Gewehr reflektieren das Licht der hell weißen Wände. Mit seiner schmächtigen Statur versucht er sich vor Mio aufzubauen, in Anbetracht der Situation gibt er dennoch einen furchterregenden Anblick ab. Sein Gesicht ist vor überschüssiger Freude gerade zu verzerrt. "Sünder, Ketzer, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde der Lust schuldig gemacht habt, sollt heute gerichtet werden. Von der Lust verführt habt ihr euren kranken Gelüsten nach Tod und Gemetzel nachgegeben. Im Namen von Cid möget ihr nie wieder fähig sein die Welt mit diesen lüsternen Augen zu betrachten! Ich Ikarus Bane Reel befinde euch für Schuldig...", er zieht eine seiner Pistolen und richtet sie auf die Augen von Mio. Kurz hat es den Anschein er würde abdrücken, doch dann hohlt er aus und verpasst Mio einen starken Schlag gegen die Schläfe. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzer Mio?"

Nun betritt eine weibliche Aegyl die Zelle. Ihr hüftlanges weißes, zu einem Zopf geflochtenes Haar weht hinter ihr her, während sie auf Kaelea zu geht. Sie blickt schließlich zu der großen Ronso Frau hinauf - durchbohrt sie regelrecht mit ihren Blut roten Augen, jedoch ohne dabei bedrohlich zu wirken. Ihr langes rotes Kleid und die ebenso roten, tränen Förmigen Ohringe lassen sie nicht wie einen Ritter erscheinen. Kaelea weiß jedoch genau, dass sie hier die Anführerin der Ritter vor sich hat. Während das Kleid eigentlich weit geschnittene, lange Ärmel aufweist, ist einer ihrer Ärmel mit Bandagen an ihrem Arm festgebunden. Ferse aus der Bibel des Cid stehen auf den Bandagen. Mit sanfter Stimme beginnt sie zu sprechen: "Sünder, Ketzer, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde des Zornes strafbar gemacht habt, sollt heute gerichtet werden. Euer Zorn und euer Hass gegen das ganze avalonische Volk haben eine Schneise der Zerstörung durch die Stadt und das Leben ihrer Bewohner gezogen. Im Namen von Cid möget ihr nie wieder fähig sein Zorn in euren Herzen zu verspüren! Ich Gomorrha Thalar Styx befinde euch für Schuldig...", sie hebt den ein bandagierten Arm und legt diesen auf Kaeleas Brust, an die Stelle an dem sich ihr Herz befindet. Mit einem magischen Impuls brennt sich ein Loch in das Fell von Kaelea und hinterlässt eine Brandwunde. Auch diese wird wohl eine Narbe zurücklassen. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzter Kaelea?"

Der fünfte Ritter betritt den Raum. Ein wahres Knochengerüst von einem Aegyl geht auf Kornell zu. Die Kleidung, die er trägt, ist viel zu weit für seinen abgemagerten Körper, weshalb er diese mit einem breiten Gürtel an seinem Körper festgezurrt hat. Seine knochigen Flügel und sein eingefallenes Gesicht lassen ihn wie einen Todesengel aussehen. Der lange Eichenstab auf seinem Rücken glüht grünlich auf als er vor Kornell stehen bleibt. "Sünder, Ketzer, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde der Völlerei strafbar gemacht habt, sollt heute gerichtet werden. Euer immerwährender Hunger nach der Macht des großen Cid hat euch schändliche Taten vollziehen lassen. Nicht nur habt ihr euch aus blutig aus dem Gefängnis von Avalon gekämpft, nein ihr habt euch auch an dein Speisen der ehrenvollen Ritter des avalonischen Reiches gelabt, um euch zu stärken. Diese Stärke habt ihr anschließend genutzt, um mehr unserer Brüder brutal zu ermorden. Möget ihr nie wieder fähig sein, das Abendmahl von der Platte eines Gläubigen zu verschlingen! Ich Bone Azari Thael befinde euch für schuldig...", das Gerippe greift nach seinem Eichenstab und spricht einen leisen Zauber. Ein tiefer Schnitt klafft zwischen Nase und Kinn von Kornell auf. Dieser zieht sich quer über seine Lippen. Der Guado schmeckt Blut. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzer Kornell?"

Im Steppschritt betritt ein kleiner Aegyl, gerade mal 10 Jahre alt, die Zelle. Er spielt vergnügt am Griff von einem seiner Dolche herum, während er sein grünes Halstuch zurecht rückt. Er stellt sich vor Ririca auf. Tatsächlich muss der kleine junge selbst zu Ririca aufblicken, ist er doch ein wenig kleiner als sie. Seine kurzen schwarzen Flügel hat er nah am Körper angelegt. "Sünder, Ketzer, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde der Faulheit strafbar gemacht habt, sollt heute gerichtet werden. Eure Faulheit und Tatenlosigkeit hat euch zum Teil einer Terroristen-Gruppe werden lassen. Nicht nur habt ihr euch von rechtschaffenen Bürgern des Reiches zu schändlichen Staatsfeinden gemacht, sondern habt auch tatenlos dabei zugesehen, wie die Justiz in die Irre geführ wurde. Hättet ihr eurer Faulheit abgeschworen und hättet euch gestellt, wären weniger unschuldige eurem Feldzug zum Opfer gefallen. Möget ihr nie wieder fähig sein tatenlos zu verharren, während andere die Konsequenzen tragen! Ich Azael Zidane Tantalus befinde euch für schuldig...", er zieht einen seiner Dolche und verpasst Ririca einen tiefen Schnitt am rechten Oberschenkel. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzer Ririca?"

Drake der dem ganzen Schauspiel bis nun tatenlos beiwohnen musste ahnt schon wer sich gerade auf den Weg in die Zelle macht. Noch nie hat Drake davon gehört, dass sich bein einer Hinrichtung jemals jemand aller sieben Sünden strafbar gemacht hat. Die schöne Maria betritt den Raum. Ihr rotes, lockiges Haar tanzt wie Flammen hinter ihr her, während sie mit schnellen Schritten auf Drake zu kommt. Sie kommt drake so nahe, dass ihre goldene Rüstung seinen Oberkörper berührt. Vorfreudig darauf, was nun kommt zittern ihre orangen Flügel vor Erregung. Auch ihre Runen besetzte Klinge vibriert leicht. "Sünder, Ketzter, Feinde des großen Cid. Ihr, die ihr euch der Sünde des Hochmuts schuldig gemacht habt, sollt heute gerichtet werden...", sie hat es offensichtlich schwer ihre Vorfreude zurückzuhalten, denn ihre stimme bebt vor Extase. "Euer Hochmut ist euch zu Kopfe gestiegen. Nicht nur habt ihr euch gegen die heilige Kirche selbst aufbegehrt, nein auch gegen unseren allmächtigen Herren Cid. Eure Taten lassen das Herz unseres geliebten Gottes bluten, habt ihr doch die Kinder verletzt, die aus seinem Fleische geboren wurden. Möget ihr nie wieder dem Hochmut eurer niederen Rassen verfallen und akzeptieren, dass unser Volk am Himmel trohnt, während ihr über den Boden kriecht! Ich Maria Gloria Lucia befinde euch für schuldig...", Maria zieht ihre Runen besetzte Waffe und fährt it der Klinge sanft über den Oberkörper von Drake. Ihr Atem wird schneller als die Klinge seinen Hals berührt, ohne in das Fleisch von Drake einzudringen. Dann fährt die Klinge immer höher...zum Horn des Mischlings - Dem Stolz des Volkes der Ronso! Mit einem ausholenden Hieb schlägt sie Drake das Horn von der Stirn! Mit einem klappern fällt das prächtige Horn zu Boden und kullert Drake vor die Füße. Maria kann sich ihr lachen nicht verkneifen und verfällt in schallendes Gelächter. "Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen Ketzer Raziel?"

Die Gruppe kann nur erahnen woher die Ritter die Namen aller kennen...
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#2
Zero verkneift sich unangebrachte Laute, doch der Schmerz entlockt ihm dennoch ein Zischen, als er die Luft zwischen den zusammengebissenen Zähnen hindurch einzieht. Was ist das denn für ein scheinheiliges Gericht? Kläger und Richter beide die selbe Person - was für eine Heuchelei. Wie soll er sich da bitte verteidigen, der Schuldspruch scheint ja sowieso bereits gefällt? Wobei die Anklagepunkte auch nichts anderes als ein schlechter Witz sein können.
“Neid? Leben genommen? Ich weiss nicht wovon Ihr sprecht, Ritter. Ich bekenne mich vor euch und vor Cid zu meiner Schuld, aber einzig und alleine der, dass ich meine Hand gegen einer der Ritter erhoben habe - der wiederum zuerst das Feuer eröffnete. Was auch verständlich ist, wenn man gegen Terroristen vorgeht, aber ich habe nichts mit den anderen hier zu schaffen. Wenn es also eine Todsünde ist, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, dann richtet mich hin. Aber verurteilt mich nicht aufgrund von Lügen. Ich habe keinen Grund Neid zu empfinden - und ich habe in Avalon erst recht niemanden umgebracht, möge Cid mein Zeuge sein und mich der Lüge strafen, sollte ich falsch Zeugnis reden.“
Mal sehen was seine Worte hier bewirken können. Zero geht nicht davon aus, dass überhaupt irgendjemand von ihnen einen der Ritter überzeugen kann, also hätte er sich die Mühe eigentlich auch sparen können. Aber er will sich dieser Ungerechtigkeit auch nicht einfach Wortlos ergeben.
- LIBERA ET IMPERA - AUGUSTA PER ANGUSTA -
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#3
Als das Gerippe von Ritter etwas von Futter und Völlerei erwähnt, beginnt auch schon Kornells Magen zu knurren.

Entschuldige,mein Magen. Dein Gerede von dem Essen ist schuld. Habt ihr nicht eine üppige Henkersmahlzeit, damit sich deine Anklage auch lohnt? Dir würde eine Portion auch nicht schaden.
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#4
Ririca wacht von dem Schock auf, weniger von der Kälte. Vielleicht eher von der Atemnot noch. Es ist zumindest ein sehr unsanftes Erwachen.
Unwillkürlich entfleucht dem jungen Mädchen ein Wimmern, als ihr in Bruchteilen die ganze Situation wieder bewusst wird. Und auch wie Ikarus sie angegriffen hatte.
Es hatte gar nicht so schlecht ausgesehen, doch plötzlich hatte Ikarus diese Energiewelle auf sie geschossen und sie war zu Boden geschleudert worden. Sie kann sich nicht mal daran erinnern das Bewusstsein verloren zu haben. Es war einfach ein Schnitt, noch bevor sie auf dem Boden aufgeprallt war.
Und jetzt spürte sie nicht nur Schmerzen am ganzen Körper, sondern vor allem auch die einschneidenden Fesseln an ihren Händen über ihr, und die kalte, kahle Wand an ihrem Rücken.
Panisch sieht sich das Mädchen um, kann jedoch weder Zane noch Ann entdecken, Mio streift ihr Blick nur kurz, bevor sie aus dem Augenwinkel den zusammengekauerten Chocobo sieht. "Chapu!", ruft sie und aus einem Impuls herraus versucht sie dem Vogel näher zu kommen, wird jedoch unsaft von den Ketten zurück gezogen.
Der junge Chocobo sieht sie zwar an, doch entweicht ihm nur ein klägliches Fiepen. Auch er scheint von der ganzen Situation genauso überfordert wie sie selbst zu sein.

Vor allem sie selbst sitzt in der Todeszelle? Wie ... warum? Aber ... müsste dann nicht auch Ikarus hier sein? Doch dieser ist nirgends zu sehen.
Es ist nur ein kurzer Moment der Ruhe und RIrica kneift die Augen zusammen in der Hoffnung, dass es einfach nur ein böser Traum ist. Doch sogleich als sie diese aufmacht, kommen nacheinander tatsächlich die Ritter in die viel zu große Zelle und beginnen ihre Verse zu rezitieren. Waren das gerade tatsächlich alle Ritter, nur für ein paar einfache Leute?
Und nun nimmt sie auch den Chor wahr der gesungen wird, was nicht gerade zu ihrer Beruhig beträgt. Immerhin kannte sie das Lied nicht nur, sondern musste es auch selbst schon desöfteren singen.

Auch sie wird nicht verschohnt und vor sie tritt der jungste der Ritter, der sogar nur knapp junger als sie selbst ist. Obwohl er so klein ist und sie sogar zu ihm hinab blickt, zittert Ririca dennoch am ganzen Körper, als sie seine Stimme vernimmt und ihm zuhört, was er da erzählt.
Faulheit? ... Tatenlosigkeit? Trännen füllen ihre Augen und sie kann den jungen Ritter kaum noch klar erkennen.
Sie war auch nicht auf den plötzlichen Schmerz in ihrem Oberschenkel gefasst und ein spitzer, erschrockener Schrei verlässt ihre Kehle.
Sie hatte ihre Augen zugekniffen und blinzelte nun ein wenig verwirrt und wütend auf die Wunde an ihrem Bein und dann zu Azael.
"Das ist falsch!" Ja, es war tatsächlich ihre Schuld, dass es so weit gekommen war ... Oder? Zumindest nahm sie das an, auch wenn dieses Bild irgendwie nicht ganz zu stimmen schien von dem was sie bisher so mitbekommen hatte.
Trotzdem ...

"WEIL ich nicht faul und tatenlos war, sind wir hier!" Mit immer noch Trännen in den Augen, die nicht aufhören wollen, versucht sie Azael anzusehen.
"Hätten die Ritter normal mit uns geredet, hätten wir die Sache klären können, aber so mussten wir handeln!", fügte sie dann auch noch hinzu.
Niemand hatte tatenlos zugesehen, obwohl es vielleicht das Beste gewesen wäre.
"Und ihr redet alle die ganze Zeit von Terroristen, aber es ist nur ein leeres Wort, denn bisher hab ich nichts gesehen was irgendwie ein Werk von Terroristen gewesen sein soll oder was Avalon geschadet hätte. Außer die ganzen Soldaten, welche die Menschen gefangen halten und ... und ... terrorisieren und ihnen Lügen erzählen! Und-!"
Nun war sie fast ein wenig wütend und wurde immer immer hektischer im Reden, immer verzweifelter und redete viel zu schnell.
Ririca hatte noch immer Angst und ihr Herz pochte so stark, dass ihr fast schlecht wurde. Aber sie hätte nie gedacht dass die Ritter ... so ... viel ... UNSINN ... erzählten...
Selbst das, was sie von den anderen Rittern gerade erreichte, das alles ergab für sie keinen Sinn.
Vielleicht wurde sie aber auch einfach nur vor Angst verrückt und es ergab alles einen Sinn und sie verstand es bloß nicht...?
"!- Außerdem kann Chapu, ein Chocobo! nicht mal ein Terrorist sein! Es ist Tierqäulerei den Kleinen hier so anzuketten! Und meine Freunde, wo sind sie?"
Ihre Verzweiflung und Hilflosigkeit in der Stimme war beinahe greifbar, dennoch bewegte sie sich kein Stück und versuchte den kleinen Ritter so gut es geht in die Augen zu sehen, trotz ihrer Trännen die noch immer unaufhörlich rannten.
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#5
Nässe, gefolgt von Kälte und durch die Atemnot schließlich das Erwachen. Allen hustet, ist es doch mehr als ungewöhnlich mittels Wasser geweckt zu werden. Gefesselt, wie ein Freudenmädchen im Hinterzimmer eines unseriösen Bordells von der Decke hängend, war nun wirklich nichts, was ihm in seinen Leben gefehlt hat und dennoch ist er hier. Sein Kopf hängt herab, der Blick finster, zu schwach ihn zur Gänze zu heben. Aus den Augenwinkeln heraus analysiert er die Lage und mustert kurz jene Leute, welche vor kurzem noch seine Zweckverbündeten waren. 'Es sind nicht alle hier', schoss es Allen als erstes durch den Kopf. Die Soldatengruppe vor ihnen wird auch kurz gemustert, doch fällt sein Blick schnell auf die schneeweißen Wände, welche mit einer Schrift bemalt sind, die er nicht zu entschlüsseln vermag. Kurz darauf hört Allen schon wie die Soldaten den Raum verlassen und seufzt auf. Die Hoffnung hier herauszukommen, verschwamm binnen einer Sekunde zu einem kleinen, sich am ende der Welt befindenden schwarzen Punkt und scheint unerreichbar. 'Es wird egal sein was ich sage, was ich denke oder fühle, erreicht habe, bewirkt habe oder bewirken werde; Heute fickt dich der Tod.' Resigniert lässt er den Kopf hängen und bemerkt nicht einmal, dass er noch bewaffnet ist.

Die Tür geht auf und Schritte sind zu hören. Allen sieht aus dem Augenwinkel, wie sich ein Ritter vor ihm aufbaut und sich leicht verbeugt. 'Ehre den besiegten?'. Das Erscheinungsbild, schien für einen Richter der Aegyl unpassend, ist er doch in schlechterer Verfassung wie der Angeklagte. Allgemein scheint der Großteil der Ritter in keiner gesunden Verfassung zu sein, sind Ikarus und Maria wohl die zwei, welche noch am ehesten Kämpfen können. Ihm wird die Anklage vorgetragen und ein kurzes Lächeln zuckt über Allens Gesicht. Weit schlimmeres hat er verbrochen und dennoch wird er nur für eine Kleinigkeit gerichtet. Leicht überrascht von der plötzlichen Wendigkeit des alten Aegyls, ballt er die Hände zur Faust und das Blut tropft warm auf sein Haar und gerinnt über sein Gesicht. Er schließt die Augen und hört den anderen zu, amüsiert, über die Charade einer gefragten Verteidigung.

Zero, der Neider. Allen hört der Anklage zu und ist nicht fähig ein Urteil darüber zu fällen, kennt er den Schwarzmagier doch gar nicht. 'Der Kerl soll ein Mörder sein?'. Zu beneiden ist er wahrlich nicht. Schon gar nicht die Aegyl. Verletzung an der Brust.

Mio, die lustvolle. Die Anklage der Schamanin betrifft die Mordlust und nicht die der körperlichen Leidenschaft. 'Eine seltsame Interpretation der Wollust', sind die Aegyl doch selber Mörder aus Leidenschaft. Verletzung an der Schläfe.

Kaela, die Zornige. Der Zorn gegen Avalon ist eine Sünde, welche die halbe, nein, ein Großteil der Welt vollführt. 'Nun haben sie einen Sündenbock, welchen sie selbstgefällig richten können.', Allen hustet erneut. Verletzung an der Brust.

Kornell, der Gefräßige. Gekämpft für die Freiheit im Gefängnis und gegessen um nicht zu verhungern. 'Nicht um sich zu stärken, eher um sich wieder aufzuraffen der Freiheit willen.' Es ist Allen unverständlich, was diese Nichtigkeiten als Anklage taugen sollen. Verletzung am Mund.

Ririca, die Faule. Angeklagt, weil sie freien Leuten hilft von dieser Insel zu entkommen. 'Weniger Tote auf dem Feldzug hätte die Strafe nicht gemildert.', denkt Allen grimmig nach der Anklage gegenüber ihr. Verletzung am Bein.

Drake, der Hochmütige. 'Hochmütig ist er, ja. Aufbegehrt gegen Unterdrückung und Wahrnehmung des eigenen Seins. Welch Ironie.' Abschlagen des Horns. Dem stolz der Ronso.


Diese ganzen Anklagepunkte sind lachhaft. Allens Blick wird starr vor unterdrückter Wut. Dem Ausfall von Ririca kann er nichts abgewinnen, ist dieses ganze Gericht!, doch nur eine Farce. Mehr als ein verächtliches "Pah!" hat er nicht für ihre Verteidigung übrig. Mit einer Blutspur zwischen den Augen hebt er den Kopf und blickt seinem Richter mit einem kalten Blick an. Ein Blick, bei welchem wohl normale Bürger das weite suchen. Seine Stimme bebt leicht und die Atmung ist beschleunigt, versucht er doch, sich zu beherrschen.
"Der Gier wegen werde ich angeklagt? Ist es Gier, sich soviel zu nehmen, wie man zum Überleben benötigt? Ist es das Motiv der Gier, unwissentlich in der Schmiede des Gilgameschs zu landen? Nein, daran ist nichts verwerflich. Gier wäre es, wenn ich sabbernd mir alles genommen hätte, was möglich ist. Doch nahm ich nur was ich brauchte.

Ist es nicht Avalon, welches gierig nach Macht strebt? Eine Gier die so groß ist, dass das eigene Volk durch Bestrafung zu gehorsam gezwungen wird? Ist es nicht die Gier nach Macht, welche euch, die 7 Ritter antreibt, Kläger wie Richter zu sein? Ist es nicht die Lust an der Ausrottung der Al Bhed gewesen die euch angetrieben hat? Habt ihr diese Rasse nicht mit himmlischer Lust beinahe vom Antlitz der Welt gefegt? Macht ihr euch nicht im Sinne des Zorns strafbar, welchen ihr nur für die anderen Rassen aufbringen könnt? Zornig blickt ihr auf die sogenannten Ungläubigen und richtet sie, unfähig, objektive Entscheidungen treffen zu können. Fresst ihr euch nicht an den Gaben der Bürger satt? Habt ihr in eurem Fresswahn jemals daran gedacht, etwas dem armen zu geben? Sicher nicht! Blickt ihr nicht voller Neid im Herzen, auf die tiefe Verankerung des Glaubens, welche die Ronso aufbringen, welcher älter ist als euer Volk? Beneidet ihr nicht die Viera, welche die Stimme der Natur hören können und ihr euch lediglich auf Interpretationen eures Gottes stützen könnt? Seit ihr nicht schuldig im Sinne des Hochmutes, mit welchem ihr euch mit eurer Rassistischen Ader über den Rest der Welt erhebt? Fallen, werdet ihr. Tiefer wie der Ozean und der Abyss. Ihr seit selbst schuldig, im sinne der Anklage der Todsünden!"


Nach diesen Worten atmet Allen schwer und lässt den Blick nicht von seinem Richter. Der Blick von Allen wird weicher und sein Instinkt drängt ihn dazu, sich noch einmal umzuschauen. Die Tatsache, dass die Ritter die Namen aller kennen, bietet Raum für zwei Erklärungen. Die erste wäre, dass die restlichen Mitglieder der Gruppe gefoltert und verhört wurden sind. Die zweite Möglichkeit, empfindet er aber auch nicht als besser, würde sie doch zwei Fellknäuel in Betracht ziehen. Sein Blick wandert wieder zu seinem Richter und verharrt erneut mit angespannter Miene auf ihm.
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#6
Ein Grinsen fällt in das Gesicht der Schamanin, als der Ritter zuschlägt. Sie erwidert den Schlag mit einem Blick, welcher sich tief in die Augen von Icarus bohrt. Eine Reaktion, die wahrscheinlich mehr sagt, als jedes Wort, welche sie von sich geben könnte. Wieder einmal gefangen genommen - wieder einmal vom großartigen Avalon. Sollte dies doch eigentlich nicht das Ende sein, nachdem das Leben ihrer Einheit - ihrer Freunde - ebenfalls von Avalon genommen wurde. Das Erbe, die Erinnerungen, welche Mio weiter tragen will. Eine Art Rache, welche sie für ihre Kameraden ausüben wollte. Ihr Plan ist es nicht, aufzugeben - auch wenn die Situation auswegslos erscheint.

Die Begründung, oder auch die Sünde, hatte sie nachdenklich werden lassen. Die Ritter haben wohl die Regeln nach ihrem eigenen Verlangen gebogen. Die Lust nach Tod und Gemetztel. Das der Vogel nicht die hellste Person ist, war ihr jedenfalls schon bewusst. Ist bei den schamanischen Künsten doch kein physischer, sondern nur psyschicher Schaden im Spiel und hatte sich die Gruppe um Mio bemüht, jeder möglichen Konfrontation aus dem Weg zu gehen.
Auch die Tatsache, das sich Icarus selbst um Mio kümmert, sowie dem Schlag anstatt der Pistole lässt sie grübeln. Fast fühlt es sich an, als hätte sich Icarus gezielt die Mischlingsdame ausgesucht, und als ob er eine Art von Respekt zeigen will. Ob ihre Künste an der Waffe sowohl ihre magischen Fähigkeiten einen bleibenden Eindruck bei dem Aegyl hinterlassen haben?

Dem kranken Gelüsten nach Tod und Gemetzel ist der komische Vogel immerhin selbst nachgegangen. Hatte er doch selbst die Konfrontation gesucht. Kurz überlegt sie, ob ihr ein passendes Wort für Doppelmoral in der Sprache der Avalonier bekannt ist, fällt ihr jedoch keins ein. Passend zur Situation.
Zwar weiß sie, das kein Wort der Welt helfen würde, wendet sich aber trotzdem kurz an Icarus und antwortet ihm. "Lust nach Tod und Gemetzel," sie seufzt. "Kein Wort der Welt wird die Meinung der Ritter ändern. Kein Wort der Welt könnte diese Situation verändern. Doch die Lust, von der gesprochen wird, scheint eher wahllos gewählt, um die Präsens der Ritter zu zeigen. Um einfach einen Grund zu finden. Haben wir doch Konfrontation gemieden, waren nicht die Jäger, sondern die gejagten. Warum verteidigen, wenn eine Verteidigung unmöglich ist?" ein weiteres Mal seufzt sie. "Allerdings verstehe ich. So wie ihr, Ikarus Bane Reel, euer Ziel verfolgt habt, habe ich, Mio Ryota, mein Ziel verfolgt. Eure Heimat schnellstmöglich zu verlassen." Cid hin oder her. Wenn die Ritter schon nach eigenem Verlangen Urteilen, sollten sie dies nach Meinung der Schamanin nicht hinter dem Deckmantel eines Gottes verstecken.
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#7
Das Mischblut kommt Kaelea zuvor und ermordet den Soldaten, noch bevor Kaelea überhaupt weit kommt. Sie setzt zur Bremsung an, doch statt schlitternd zum Stehen zu kommen, wird sie von der Seite umgerissen. Die Ronso weiß gar nicht recht wie ihr geschieht, als sämtliche Luft schlagartig ihre Lungen verlässt und sich plötzlich ein übler Schmerz von ihrer Schulter ausgehend durch den ganzen Körper zieht.
Unter Schock stehend schnappt sie nach Luft und greift sich reflexartig an die nunmehr unnatürlich warme Stelle an ihrem Hals. Tatenlos sieht sie zu, wie Ann ihr zur Hilfe kommt und würde sich nur zu gern erkenntlich zeigen, doch aus ihrer Kehle kommt nur ein raues Krächzen, als sie den Mund zu einem "Danke" öffnet.
In ihrem Zustand realisiert sie gar nicht, wie skurill es erscheint, dass das wilde Tier spricht. Ein unscharfer Schleier hat sich über ihre Augen und Ohren gelegt, doch es hört sich wirklich so an, als würde der Halbronso sich mit diesem verdammten Köter unterhalten. Stecken die beiden etwa unter einer Decke? War dieser Mann doch ein Feind und hat er deswegen sein Vieh auf sie gehetzt? Was wollte er dann damals von Eira? Vielleicht ist sie wegen den Machenschaften dieses dreckigen Halbblutes verschwunden! Die rasenden Gedankengänge gepaart mit dem schweren Blutverlust lassen Kaelea flimmrig werden. Dass der vermeintliche Soldat die Situation im Nachhinein entschärfen will, bekommt die Runenkriegerin nicht mehr mit. Schließlich steigert sie sich so in diese fiebrigen Hirngespinste hinein, dass ihr Körper es für das Beste hält, sich in einen erzwungenen Ruhezustand zu versetzen, um der Panikattacke ein Ende zu setzen.
Während die anderen gegen Ikarus um ihr Leben kämpfen, erholt sich die geschundene Kriegerin dank der äußeren Einwirkungen, wenn auch sehr gemächlich.

Trotzdem kommt Kaelea erst wieder wirklich zu sich, als sie eine Ladung Wasser unsanft ins Gesicht geschleudert bekommt. Sofort saugt sie alle Luft ein, die sie in einem Zug kriegen kann und verfällt sogleich in einen kleinen Hustenanfall, weil sie auch gleich einen Schluck mit eingeatmet hat. Als sie sich zaghaft umsieht, erwartet sie den Mantelträger und dessen Haustier vor sich, doch stattdessen findet sie eine Truppe von avalonischen Soldaten. Nachdem sie den Ort als Todeszelle identifiziert hat, seufzt sie resigniert. Je ein Blick nach links und rechts bestätigt ihr die Anwesenheit sowohl ihrer Verbündeter, als auch der fremden Gefangenen.. und des Soldaten, der sie durch den Wald führte. Dass auch das Mischblut hier hängt, verwirrt sie, doch sie kann oder viel mehr will gerade nicht die Geisteskraft aufbringen, um dieses Puzzle zusammenzufügen. Stattdessen suchen ihre Augen nach etwas ganz anderem. Nicht nur die herrische Maid und der Verrückte fehlen, sondern auch Thali, und sofort breiten sich riesige Sorgen in Kaelea aus. Sicherheitshalber schaut sie sich noch mal um, so gut sie jedenfalls kann, doch von der kleinen schwarzhaarigen fehlt jede Spur. Die Ronso senkt den Kopf. Würden die Handfesseln sie nicht halten, wäre sie mittlerweile zu Boden gesunken.

Der erste Ritter der Tafelrunde betritt den Raum und Kaelea ahnt, was nun folgt. Erst als Gomorrha Thalar Styx, Anführerin der Sieben Ritter der Kirche von Avalon und Richterin der Wut, ihre Ausführungen beendet hat, hebt die Runenkriegerin schließlich wieder den Kopf. Sie erwidert den Blick der Aegyl, doch Kaelea ist müde und die Zeit für Erholung zu kurz, um bei Kräften zu sein. Trotzdem hält sie ganz stoisch den Blickkontakt, als sie durch ihre stählerne Rüstung hindurch einen Vorgeschmack auf ihre Strafe erhält. Nicht, dass diese Schwäche sie daran hindern würde, sich zur Wehr zu setzen, doch die Avalonierin weiß um die grausame Unnachgiebigkeit der Ritter. Auch wenn diese Anklage ganz klar auf nichts als Irsinn beruft, so hat es noch niemand geschafft, diese Fanatiker zu belehren.
Selbstverständlicht hält weder das, noch der Geruch von versengtem Fell Kaelea davon ab, sich trotzdem zu äußern: "Wenn ihr jeden in dieser Stadt umlegen wollt, nur weil er diese fliegende Insel mal als 'verflucht' betitelt hat, habt ihr aber noch eine Menge vor euch, Gomorrha", presst sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.  "Ich bin kein Anhänger eures Gottes, war es nie gewesen, doch wenn ihr die richtet, die sich für andere einsetzen und sich gegen Unrecht zur Wehr setzen, dann geht ihr gegen das vor, was ihr selbst predigt. Mein Zorn richtet sich nicht an das Volk dieser Stadt, dessen ich ein Teil von bin, mein Zorn gilt denen, die es verdient haben; die sich ungerechtfertigt an anderen vergreifen. Das Blut, welches an meinen Händen klebt, ist das Blut der Verteidigung meines und der Leben anderer, nicht des Hasses. Wenn ihr mich richten wollt, dann habt doch bitte wenigstens die Ehre, mich für etwas zu verurteilen, dessen ich auch schuldig bin. Ihr Ritter rühmt euch doch immerhin mit Rechtschaffenheit."
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#8
Michael lässt ein leises Lachen vernehmen als Zero seine Verteidigung vorgebracht hat. "Hört hört, dass ist die beste Verteidigung, die ich seit langem gehört habe! Schon seit Jahren richte ich über die Sünden der Feinde des Cid, aber du mein Junge beeindruckst mich...", er stellt sich wieder vor Zero auf und legt zwei Finger an seinen Zylinder, um seinen Respekt zu zollen, dann schnallzt er jedoch mit der Zunge und spricht das aus, was Zero bereits erwartet hatte. "Tatsächlich fügt es sich jedoch, dass genau, dass eine Sünde ist...zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Der glohrreiche Cid hat euch nicht umsonst zu dieser Gruppe von Terroristen geführt, hat er doch die schändliche Dunkelheit in eurem Inneren erkannt! Nur das Treffen mit den Terroristen hat diese Dunkelheit zutage gebracht...", sagt er freundlich und gefasst. Anschließend macht der Ritter jedoch eine anscheinende Kehrtwende. "Zero...ihr habt eure Verteidigung vorgebracht und ich befinde euch für eingeschränkt schuldig! Mein Urteil lautet: Ihr Zero, Sünder und Ketzer werdet der Hinrichtung beiwohnen und anschließend als niederer Kammerdiener der Ritter dienen! Dabei werdet ihr all eurer magischen Kräfte beraubt und ein Leben in Schande verbringen bis ihr uns anfleht...endlich aus dem Leben treten zu dürfen!", er tritt fünf Schritte zurück und wartet auf die Urteile der anderen Ritter.

Trotz des Magenknurrens von Kornell lässt sich Azari nicht beirren. Anschließend antwortet der stinkende Guado frech und unterstreicht damit seine Anklage noch deutlicher. Der knochige Ritter legt, knackt leise mit den Knochen, während der Guado nach einer Henkersmahlzeit verlangt. Angewiedert spuckt Azari aus und beginnt zu sprechen: "Kornell...ihr habt eure Verteidigung vorgebracht und ich befinde euch für Schuldig! Mein Urteil lautet: Ihr Kornell, Ketzer, Feind des großen Cid habt euch der Völlerrei schuldig gemacht. Die Strafe hierfür ist die Hinrichtung!", mehr gibt der Ritter nicht von sich und geht ebenfalls fünf Schritte zurück.

Riricas Emotionsausbruch, erst traurig, dann wütend schallt durch den Raum. Fast schon mutig blickt sie dem jungen Ritter direkt in die Augen, während sie ihre Worte spricht. Der kleine Chocobo fiebt leise, versucht er doch seine Herrin zu unterstützen! Der junge Ritter geht noch näher an Ririca heran und ihre Gesichter sind nur noch eine Hand breit voneinander entfernt. Er lächelt freudig, ehe sich sein Gesicht zu einer grausigen Grimasse verzieht! "Wer denkst du zu sein, dass du es dir anmaßt uns, die Werkzeuge des großen Cid der Lüge und Gräueltaten zu bezichtigen? Wer bist du, zu bestimmen, wer in diesen heiligen Hallen als Ketzer angesehen wird und wer nicht? Hier in Avalon sind nur die Gesetzte des Cid absolut...und wir verfahren mit allen Ketzern gleich...egal ob Mensch, Tier oder...", der Junge beißt die Zähne aufeinander in völligem Hass, bevor er die unterste Stufe von Wesen nennt: "...stinkender Al Bhed Abschaum...". Azael hebt einen seiner Dolche an die Kehle von Ririca, während er den anderen in Richtung von Chapu erhebt. "Vielleicht sollte ich dieses wiederwertige Federvieh vor deinen Augen Rupfen und dir seinen ausgestopften Kopf auf einem Tablett servieren...", die letzten Worte sind eher ein Flüstern, während sich sein Dolch immer stärker gegen Riricas Hals drückt. Dann tritt er jedoch wieder etwas zurück und steckt seine Dolche weg. "Ririca...ihr habt eure Verteidigung vorgebracht und ich befinde euch für schuldig! Mein Urteil lautet: Ihr Ririca, Sünder, Ketzter, Feind des großen Cid habt euch der Faulheit schuldig gemacht. Die Strafe hierfür ist die Hinrichtung...", bevor er seinen Satz beendet grinst er dämonisch. "...aber zuvor werdet ihr dabei zusehen wie ich aus eurem kleinen Vogel ein paar Filet-Stücke schneide...und anschließend die Freunde nach denen ihr so sehnsüchtig fragt ebenso...", dann tritt auch er zurück.

Bei allens Blick bleibt Nero völlig kalt und gelassen, doch mit jedem Wort und jeder Anschuldigung scheint der Ausdruck von Allen an Kraft zu gewinnen. Auch der Würfel in seiner Tasche beginnt mit seiner Wut immer wärmer zu werden. Nacheinander bezichtigt er die Ritter und ganz Avalon der Sünden, die sie selbst anklagen und seine ganzer Zorn scheint greifbar zu werden. Ein leichtes Zurückweichen von Nero ist zu erkennen, als Allen schließlich seinen letzten Satz ausspricht. Die Würfel in den Taschen von Allen und Mio beginnen wärmer zu werden und Ririca sieht kurz das klare und intensive Bild von Avalon, dass brennend über der Stillen Ebene zu Boden fällt. Tausende Al Bhed warten bereits in der Stillen Ebene...mit unendlichen Hass in den Augen. Sie machen sich bereit ihre Knechter ein für alle mal vom Antglitz von Obiris zu tilgen. Auch Allens Maschina ist klar in der Armee von Al Bhed zu erkennen. Mio und Allen sehen diese Vision ebenfalls. Anscheinend hat auch Nero diese Vision, denn er wird kreidebleich. Kurz fehlen dem Ritter die Worte, die Ketten von Allen rascheln, hat dieser sich doch unterbewusst immer weiter auf den Ritter zubewegt. Der Ritter gewinnt wieder an Fassung, er scheint sich klarzumachen, dass dies wohl nur eine Einbildung war. "Ihr wagt...ihr...ihr wagt es tatsächlich! Wir sind bescheidene Diener Gottes...frei von jeder Sünde! Während wir vom großen Cid begünstigt werden, seit ihr auf Obiris nur geduldet! Wir sind ein Volk, älter als die Zeit selbst!", dem Ritter scheinen die Worte zu fehlen vor Entrüstung und er hat noch mit den Gedanken an die Vision zu kämpfen. "Allen...ihr habt eure Verteidigung vorgebracht und ich befinde euch für mehr als nur schuldig! Mein Urteil lautet: Ihr Allen, Sünder, Ketzer, Feind des großen Cid habt euch der maßlosen Gier und des Neides gegenüber den bescheidenen Dienern des Cids schuldig gemacht! Die Strafe dafür ist die Hinrichtung!, er schafft es nicht einmal mehr sich an die Konventionen dieses Rituals zu halten. Dann tritt er schließlich zurück und versinkt in Gedanken.

Ikarus Augen weiten sich bei der Aussage von Mio und jetzt ist klar zu erkennen, dass die Schamanin wohl mit ihrer Vermutung recht hatte. Denn der Mann lächelt mit tief interessiertem Blick. Auch seine Augen bohren sich in die von Mio, jedoch zeigen sie einen Ausdruck von überschwänglicher freude. "Ich hätte niemals damit gerechnet, dass du nicht Mal versuchst deine Sünden zu vertuschen! Ich gebe dir sogar recht, Meisterschützin, ihr wart von Anfang an die gejagten und werdet jetzt einfach nur als Exempel dienen! HAHAHAHA anscheinend hatte ich recht...du scheinst einen militärischen Hintergrund zu haben...du verstehst, dass die Pflicht gegenüber der eigenen Heimat einen Soldaten antreibt! Es ist zu schade...wirklich viel zu schade, dass ich dich nicht als mein kleines Jagdspielzeug halten kann!", sagt Ikarus diesmal fast schon mit fanatischem Blick. "Mio Ryota...ihr habt eure Verteidigung vorgebracht ich ich befinde euch für unschuldig...doch leider gebietet mir die Ettikette euch dennoch für schuldig zu bekennen! Mein Urteil lautet: Ihr Mio, Sünder, Ketzer, Feind des großen Cid habt euch der Lust schuldig gemacht. Die Strafe dafür ist die Hinrichtung.", dann tritt Ikarus zurück.

Auf Kaeleas Aussage hin lacht Gomorrah leise und nickt anschließend. "Ich gebe dir recht Sünderin...als Nächstes sollten wir damit beginnen den Abschaum aus unserer heiligen Stadt zu tilgen. Viel zu lange haben wir den Völkern einlass in unser heiliges Reich gewehrt...danke für den Tipp...zu schade nur...dass du am Ende dieses Tages nichtmehr fähig sein wirst, die ganzen "unschuldigen" zu beschützen die wir ihrer gerechten Strafe zuführen werden.", ruhig und gefasst tritt sie nach Protokoll zurück und spricht die schon mehrmals gehörten Worte: "Kaelea...ihr habt eure Verteidigung vorgebracht und ich befinde euch für Schuldig! Mein Urteil lautet: Ihr Kaelea, Ketzer, Feind des großen Cid habt euch des Zornes schuldig gemacht. Die Strafe hierfür ist die Hinrichtung!", dann tritt sie fünf Schritte zurück.

Es wird still in der Zelle, dann ist jedoch ein gehetztes Keuchen zu hören. Mogtis fliegt durch die Tür herrein. Er sieht mitgenommen aus, sein Bommel ist voller Kratzer und Schnitte und er fliegt etwas schief, da einer seiner Flügel angeknackst ist. "Ich...ich kündige an: Meister Thali, Stimme des großen Cid und Herrscher über Avalon!", mit traurigem Blick sieht er zu allen anwesenden...es ist völlig klar, dass Mogtis alles andere als freiwillig zum Schoßhund der Kirche wurde. Dann betritt ein weiterer Mann den Raum und die Ritter bauen sich links und rechts von der Tür auf, während sie sich vor Lucius Gabriel Thali verneigen. Ihm folgt eine kleine Frau, mit traurigem Blick und mehreren Blutergüssen am Körper. Ihre Oberweite wird nur von einem Lumpen verdeckt und ein kurzer Rock, ebenfalls aus Lumpen verdeckt ihren Unterkörper. Die junge Aegyl besitzt nur einen schwarzen Flügel. Mio, Kaelea und Ririca erkennen Thali natürlich sofort. Mit gesenktem Kopf folgt sie Lucius, bis dieser vor den angeketteten steht. Er trägt einen langen Hakama und seine Handgelenke sind mit goldenen Ringen verziert. Seine langen violetten Flügel strecken sich aus, während er die Arme wie ein Prediger ausbreitet. "Sünder...danke euch ist meine geliebte Tochter endlich nach Hause zurückgekehrt! Trotz eurer Sünden seit ihr wahrlich wie Helden für mich! Der Große Cid hat zu mir gesprochen und mir, als seinem Sprachrohr befohlen euch die größtmögliche Gnade zu Teil werden zu lassen!", hinter Lucius blickt Thali nun völler abscheu zu ihrem Vater. Sie ballt die Hände zu fäusten. "Euch wird vom großen Cid höchst selbst eine unglaubliche Ehre gewehrt, die normalerweise nur Sündern unseres Volkes vorbehalten ist. Ein schneller Tot, gebrandmarkt als gefallene erwartet euch. Ich bin gerührt, dass unser großzügiger Herrscher selbst über euch Sünder mit wohlwollenden Blick wacht. Eure Freunde werden bald zu euch stoßen...auch ihnen wird diese Ehre zu Teil!", der Herrscher von Avalon scheint den Tränen nahe zu sein, während er spricht, er scheint mit Herz und Seele zu glauben, dass dieser Tot ein entgegenkommen von Avalon darstellt. Thalis Arm glüht nun grün auf, während sie diesen auf ihren Vater richtet. Mit einer schnellen drehung und einem Rückhandschlag wird Thali jedoch von ihrem Vater zu Boden geworfen. "Deine Zeit der Bestrafung wird noch kommen, liebste Tochter...", die Ritter treten vor und lösen die Ketten der Gruppenmitglieder von der Wand. Anschließend führt jeder Ritter seinen Sündiger wie ein Tier vor sich her. Langsam bewegt sich die Gruppe durch das ganze Kellergewölbe des Gefängnisses. Azael führt Ririca und ihren Chocobo vor sich her. Lucius, Thali und Mogtis folgen dem Konvoi. Leise murmelt Mogtis immer wieder Worte der Entschuldigung vor sich hin.
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#9
Es scheint so, als hätte Mio genau ins schwarze getroffen. Icarus selbst betont, das er die Schamanin als unschuldig befindet. Mit einer Änderung der tatsächlicher Strafe hat sie allerdings sowieso nicht gerechnet. Natürlich kann ein einziger Ritter dies nicht entscheiden, und würde erst recht ein schlechtes Licht auf die Situation scheinen lassen, die für Avalon bereits nicht gerade Vorteilhaft ist. Auch das Thali mit der Regierung, oder der Kirche, zu tun hat, wusste sie zwar nicht direkt, konnte sich dies allerdings anhand der Reaktionen der anderen herleiten. Es soll ein 'schneller Tod' werden. Immer die Oberhäupte, die allen verkaufen wollen, sie wären mit einem Gott im Kontakt. Nichts anderes als Gerede, um sich selbst besser darstellen zu lassen. Lust hin oder her, auf die restlichen Aussagen von Icarus, insbesondere das 'Jagdspielzeug', antwortet sie nicht mehr. Sie folgt den Anweisungen, trotzdem jeden Moment auf der Suche nach einem möglichen Ausweg - falls es denn einen gibt.
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#10
Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Der Ritter weicht aufgrund seiner Worte tatsächlich von seinem ursprünglichen Urteil ab! Unter anderen Umständen hätte er sich darüber vielleicht sogar gefreut, scheint es doch zu beweisen wie gut er sich auf seinen Spionageauftrag vorbereitet und die Denkweise und Weltanschauung der Aegyl einstudiert hat. Nur leider ändert dies nicht viel an seiner Situation, ausser dass es leichter sein könnte als ‚niederer Diener‘ zu entkommen, als bei einer feierlichen Hinrichtung, der vermutlich die gesamte Führungsriege Avalons beiwohnen wird.

Einige der anderen machen sich die Mühe, über ihren eigenen Schatten zu springen, gar nicht erst und sagen einfach direkt was sie denken. Ist natürlich auch eine Möglichkeit, denn schlimmer kann es sowieso nicht mehr werden. Welche Konsequenzen hat man also noch zu befürchten?

Zero nimmt jedoch auch zufrieden zur Kenntnis, dass keiner beginnt zu flehen und um Gnade zu winseln. Das hätte den Rittern bestimmt gefallen - und ihm gefällt es demgegenüber, wenn die nicht bekommen, was sie gerne hätten. Insbesondere wie Nero ab den Worten des Maschinisten die Fassung verliert, verschafft ihm da eine kleine Genugtuung. Sollen sie sich ruhig empören, diese Ritter - am besten gleich solange, bis sie an einem Herzinfarkt zu Gunde gehen.

Wortlos lässt sich Zero schliesslich aus der Kammer eskortieren und überlegt sein weiteres Vorgehen. Einfach solange mitspielen, bis sich eine Gelegenheit bietet? Ist wohl seine einzige Option und vielleicht kann er ja die Hinrichtung bereits als Ablenkung benutzen und erneut aus seinen Fesseln entkommen.
- LIBERA ET IMPERA - AUGUSTA PER ANGUSTA -
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#11
Lächerlich, ist alles, was der Ronso durch den Kopf geht. Widerwillig geht sie vor ihrem Peiniger. Nicht, dass sie eine andere Wahl hätte. Der Auftritt des kirchlichen Oberhaupts kann sie nichts abgewinnen als Spot für ihn und seine Position, doch für dessen Tochter bringt sie eine riesige Menge Mitleid mit. So schlimm gebrochen war nicht mal das Verhältnis zwischen Kaelea und ihrer Mutter. Es geht nicht in ihren Kopf, wie andere so handeln können.. und sich dann auch noch als gerecht und fair und noch viel schlimmer liebenswürdig sehen. Dieses mehr als verzerrte Bild von Nächstenliebe widert Kaelea an. Nur zu gern würde sie Thali helfen. Dem Papst und am besten auch gleich der gesamten Ritterrunde hier eine Portion ihres eigenen Urteils schmecken lassen - wie sie es allesamt verdienen. Kaelea wusste ja schon immer, dass die Herrschaft dieser Stadt faulig war.. aber so verrottet wie sie sich hier präsentieren.. dafür findet die Runenkriegerin keine Worte.
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#12
Noch während er spricht fühlt Allen, wie der sich in seiner Tasche befindliche Würfel an Wärme gewinnt. Sein Blick wird starr und er erkennt sich inmitten einer gewaltigen Heeresschar von Al Bhed. Vor ihnen die brennende, zu Boden fallende Stadt der Avaloner. Schwer atmend und mit blankem Hass in den Augen, sieht er genügsam, wie der Aegyl um Fassung ringt und sogar von ihm zurückweicht! Zurück in Gedanken versunken raunt Allen ihm noch "Mich giert es nach eurem Blut!" zu. 

Kurz herrscht Stille doch dann schwingt die Tür auf und Mogtis fliegt herein. Optisch ist Motgis wahrlich kein Augenschmaus mehr, geschunden und zerkratzt wie er da traurig und schwach fliegt. 'Das Gottes Volk zerreißt sich wohl schon intern', denkt Allen, beim Anblick von Thali, hat er doch Probleme diese direkt zu erkennen. Stumm nimmt er die Worte des Oberhaupts der Kirche in sich auf und blickt nur schwach lächelnd weg von der Szenerie. Diese ganze Szene gleicht einem miesen Theaterstück in Atlantis, welche er zuhauf als Kind besuchen musste. Noch bevor er sich Strecken kann, nachdem man ihn von den Ketten erlöst hat, treibt Nero ihn schon unsanft an, sich zu bewegen. "Mach dir nichts draus Mogtis, du tust nur was musst.", versucht er den Mogry aufzumuntern
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#13
Als der kleine Ritter sich zu Ririca vorbeugt und seine Worte Worte flüstert, gibt sie ihr bestes seinem Blick stand zu halten, wenn auch mit Trännen in den wütend funkelnden Augen.
Das gelingt ihr auch noch recht gut, bis er dann zurück tritt und das mit Chapu erwähnt. Da verliert das Mädchen doch die nicht vorhandene Fassung völlig und sieht Azael schockiert an.

Vielleicht überrascht sie deshalb die Vision die dann folgt nicht mehr, doch irgendwie ... beruhigt es sie zu wissen, dass zumindest ihre Brüder und Schwestern Rache üben werden... Kurz erschrickt sie über die eigene Gedanken, und versucht sich dann abzulenken. Wie im Schleier bemerkt sie, den erschrockenen Blick von Nero, auch wenn sie natürlich nicht weiß was Allen ihm gesagt hat. Geschweige denn dass sie sich im Klaren wäre, dass es mit ihrer Vision zusammen hängen könnte.

Als dann auch noch das Oberhaupt von Avalon zu ihnen gesellt, zusammen mit Thali und dem armen Mogry... Wie gerne würde sie den beiden helfen, allerdings ... die Sache war völlig aussichtslos..
So lässt sie sich wortlos mitführen..
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#14
Langsam wird die Gruppe aus dem Gewölbe und auf den Hauptplatz von Avalon geführt. Dort wartet bereits ein Reigen von Adligen der dem Schauspiel mit lauten Rufen in Avalonisch beiwohnt. Allens letzte Aussage, dass er nach Blut giert, nimmt der Ritter schweigend und immer noch geschockt hin. Drake wird von Maria vor sich her gescheucht und immer wieder pickst sie dem gebrochenen Monsterjäger immer wieder sein eigenes Horn in den Rücken! Ansonsten ist kein Wort mehr von den Rittern zu hören. Als Teil des ganzen Rituales beginnen sie nun erneut das Gebet zu summen. Mogtis fliegt traurig ein paar Meter zurück zu Allen und sieht diesen Traurig an. Die Worte des Maschinisten scheinen dem gepeinigten Mog-Meister aufzubauen. Nachdem sich jedoch Lucius kurz umdreht, fliegt Mogtis sofort wieder zu diesem.

Nun treten auch Zane, Taishi und Ann auf den Plan. Alle genauso angekettet wie die anderen, nur etwas schlimmer zugerichtet. Zane hat mehrere Peitschenstriemen über den Rücken. Anns Haar ist völlig zerzaust und einer ihrer Flügel unnatürlich abgeknickt. Taishi drückt sein blutendes linkes Auge mit schmerzverzerrter Miene zu. Die drei werden von höheren Offizieren des Millitärs und einem Ronso-Bischof begleitet. Sie schließen sich letztendlich dem Gefangenen-Zug an und marschieren durch die Stadt. Immer wieder fliegen Steine in die Richtung der Gefangenen. Ein besonders großer trifft Taishi am Kopf und er geht blutend zu Boden...lautes Lachen dringt durch die Menge. Wüste Beschimpfungen folgen und weitere Steine fliegen auf Taishi zu. Dieser wird nur unsanft wieder vom Offizier auf die Füße gehievt. Taumelnd geht der Runenkrieger noch ein paar Schritte, bis er schließlich neben einem adligen wieder zu Boden geht. Dieser spuckt aus und tritt dem wehrlosen Schwerkämpfer gegen den Kopf...ein unangenehmes Knacken ist zu hören. Anscheinend hat dieser Tritt dem armen Taishi das Genick gebrochen.

Der leblose Körper wird einfach zurückgelassen. Ein Teil der Gruppe erkennt den Weg, den sie gehen wieder, denn er führt geradewegs zum Gasthaus "Zum gerupften Huhn". Den Abenteurern wird also die ehre zu Teil wie gefallene Aegyl hingerichtet zu werden. Die große Menschentraube vom Hauptplatz ist dem "Fest-Zug" hier hergefolgt und bildet nun einen weiteren Reigen um die Planke, die in die Tiefe unter Avalon führt. Als die Gruppe näher zu dem großen Tor geführt wird, spüren sie den starken Wind, der in diesen Höhengraden weht. Ihnen ist klar...ein Fall aus dieser Höhe bedeutet den sicheren tot. Lucius baut sich vor der großen Planke auf und breitet die Arme aus, die Menge wird plötzlich still. Seine Tochter wird von einem Offizier hinter der Gruppe postiert und fängt sich eine saftige Ohrfeige, als sie versucht sich zu wehren.

"Geheiligtes Volk von Avalon! Wir haben uns heute hier versammelt, um schamlose Ketzer, die Leid über unsere idyllische Stadt gebracht haben, hinzurichten! Heute hat der große Cid jedoch einmal mehr seine Gnade gezeigt und gewährt den Ungläubigen einen Himmlischen-Tot!", ein Raunen geht durch die Menge, schließlich wurden noch nie angehörige anderer Rassen so hingerichtet wie die gefallenen. Lucius gebietet mit einer Hand schweigen und es wird still. Mogtis hat offensichtlich mühe sich neben Lucius in der Luft zu halten, seine Flügel scheinen einigen Schaden abbekommen zu haben. Nun beginnt jeder Ritter einzeln das Urteil über die Gefangenen noch einmal zu verlesen. Vorallem bei den Anklagen kommen den Avaloniern immer wieder wüste Beleidigungen über die Lippen. Anschließend wird die Gruppe über die Planke geführt, gefolgt von Lucius und Thali. Zero und Chapu bleiben kurz vor den beiden, schließlich gibt es für sie eine andere Bestrafung. "Nun wird das gerechte Urteil vollstreckt. Vor dem heiligen Gericht spreche ich alle anwesenden Ketzer für schuldig. Laut den Gesetzen des Cid habt ihr jetzt noch eine letzte Möglichkeit eure Gebete an den Allmächtigen Cid zu schicken.", die Ritter bauen sich vor der Gruppe auf und macht sich bereit ihre Ketten loszulassen und sie von der Planke zu stoßen...der letzte entscheidende Moment ist gekommen...Thalis Blick ist gesenkt...

Es rattert im Kopf der kleinen Aegyl...wieso müssen diese Leute nur büßen? War die Welt so ungerecht? Sie ballt die Hände zur Faust...und der Wind auf der Planke wird stärker.
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#15
Die Schamanin nimmt einen tiefen Atemzug, nachdem sie sich entschieden hatte. Die Situation wirkt aussichtlos - trotzdem will sie ungerne von avalonischer Hand untergehen, und das die großartigen Bewohner der fliegenden Insel ihr ihre Schusswaffen nicht abgenommen haben, will sie alle Anwesenden noch spüren lassen.

Sie passt den richtigen Moment ab, und als die Ritter die Ketten lockern und lösen, schlägt sie zu. Entschlossen tritt sie ans Ende der Planke, bevor sie sich noch einmal umdreht. Massen an Abschaum stehen da, und tun so, als wäre dies das Urteil eines Gottes. Sie selbst lässt sich nach hinten fallen - greift allerdings im gleichen Moment nach ihrer Waffe. In den Momenten, welche für sie selbst in Zeitlupe vergehen, zielt sie ihre Waffe schnell und ohne zu zögern auf Lucius und drückt ab. Augenblicke später verschwindet sie aus den Blicken der Schaulustigen, in den unendlichen Abgrund.
Sie selbst hätte sich, natürlich, einen anderen Abgang gewünscht. Viel lieber allerdings von eigener Hand, als von einem der selbsternannten Gerechtigkeitskriegern.

Und wenn es tatsächlich einen Gott gibt, würde dieser sich doch sicherlich zu erkennen geben
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#16
Wie ein Sinnbild der Schande wird die Gruppe durch die Straßen Avalons gescheucht. Jetzt treten auch die vermissten Gefährten wieder auf die Spielfläche und schließen sich dem Konvoi an. Mogtis erntet noch ein schwaches Lächeln, bevor er wieder nach vorne fliegt. Das Summen der Gebete, nagt sich in Allens Gehirn, wie jenes Bild der zu Boden fallenden Stadt und lässt ihn erneut den Blick in die Ferne schweifen. Den Steinen weicht er mit intuitiven Bewegungen des Kopfes aus, doch der eingeschränkten Haltung seinerseits, bekommt er auch welche am Torso ab. Bei einem Glückstreffer, gegen seine noch Schmerzende Rippe aus dem Gefängnis, ächzt er dennoch auf. 
Unfähig die Situation zu retten, muss er mit Ansehen, wie Taishi zu Tode kommt. Hasserfüllt knirscht er mit den Zähnen und bleibt eine Sekunde stehen und dreht sich mit Stechendem Blick zu Nero, welcher ihn aber ungeachtet dessen direkt wieder antreibt.

Bald stehen sie vor einem Abgrund an dem eine Planke befestigt ist und Lucius baut sich in all seiner Pracht und Erhabenheit, gönnerhaft vor dieser auf und beginnt mit seiner Rituellen Ansprache. Die Anwesenden Avaloner sind sichtlich erbost über die Art ihrer Hinrichtung, bemerkt Allen und lässt den Wind mit geschlossenen Augen über sein Gesicht streifen.'Diese Stadt wird büßen.', mit diesen Gedanken öffnet er wieder die Augen und schaut in die stehenden Gesichter. Nachdem Nero ihm erneut die Anklage vorliest, ruft Allen, während der Aufzählung dazwischen. "Du feiger Hund! Du hast die Vision gesehen! Du hast gesehen wohin eure Selbstgefälligkeit euch bringt und dennoch änderst du es nicht!". Auf der Planke hebt er den Kopf, bemerkt er doch den deutlich an Kraft gewinnenden Wind, lässt sich aber nicht anmerken, dass er im Augenwinkel die geballte Faust einer hier anwesenden Person bemerkt.
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#17
Stumm lässt sich Ririca führen. Wagt es kaum aufzublicken in die Gesichter der Avalonier, immerhin wollte sie nicht sehen wie einige der Leute die sie von den Straßen her kannte, mit welchem Gesicht sie auf das junge Mädchen nun blickten. Waren sie genauso wütend wie die Menge klang. Waren sie traurig? Lachten sie?
Dennoch kann sie nicht verhindern, dass die Sorge sie immer wieder einholt und sie sich suchend umsieht. Ob ihre Eltern und Abel und Meister Mogstein irgendwo in der Menge sind. Doch ... eigentlich wollte sie sich gar nicht sehen und hoffte dass zumindest diese in Sicherheit waren.

Als Zane und Ann ihrem Gefangenenzug angeschlossen werden, ist Ririca für einen Augenblick erleichtert sie überhaupt zu sehen, doch dieser Moment dauert nicht lang, schon wird sie wieder von den Gefühlen der Hoffnungslosigkeit übermannt. Von Wut und Trauer, wie ihr wichtige Personen zugerichtet wurden ...
Einen erstickten Schrei kann sie nicht verhindern als Taishi zu Boden geht.
Wie konnten nur die Leute in Avalon ... SO handeln? Lachen und Stein werfen, wie auf der Kirmes. Nur dass sie damit Lebewesen verletzten! Und es auch noch feierten wenn einer, wenn alle, von ihnen starben!?

Obwohl Ririca ob ihrer Gefühle und auch wegen der Gefangenschaft schon ziemlich erschöpft war, zitterte sie vor Wut. Blickte tatsächlich nun direkt und provokativ in die Umherstehende Menge, je weiter sie zum Hauptplatz, zum großen Tor geführt wurden.
Der Wind tat ihr gut und kühlte ihr Gesicht, das wahrscheinlich vor Trännen schon völlig aufgequollen ware.


Wie gerne würde sie jetzt noch Chapu umarmen ... Sie funkelte den jüngsten Ritter wütend an. Sie wollte nicht dass Chapu leidet. Oder überhaupt stirbt. Er konnte doch am allerwenigsten für etwas hier!

Die nächsten Momente vergingen so schnell, dass ihr Herz einen Moment lang aussetzte.
In einem Augenblick spricht Allen noch davon dass Nero auch die Vision gesehen hätte. Vorhin? Sprach er von einer anderen Vision? Ihre Vision?
Riricas Gedanken rasten noch als sie den Schuss hörte und sah wie Mio beinahe in Zeitlupe von der Planke sich fallen lies.

Konnte sie denn gar nichts tun? Um doch noch Mio zu retten? Und Chapu ... ihren kleinen Chapu ... ? Außer es eben Mio gleich zu tun und zumindest sich bis zum Schluss zu wehren?
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#18
Zero beobachtet das Schauspiel gezwungenermassen tatenlos. Er kann keine Chance erkennen zu entkommen, ausser dass er den selben Trick wie letztes Mal anwenden könnte. Aber wozu? Es sind zu viele Augen auf sie gerichtet, hier mitten in der Menge. Da kann er genau so gut über die Planke springen, denn offenbar will ihnen nun selbst das gemeine Volk noch an den Kragen, wie am Beispiel des einen Gefangenen zu erkennen war.
- LIBERA ET IMPERA - AUGUSTA PER ANGUSTA -
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#19
Nur wenige der Gruppenmitglieder werden von Taishis Tod tangiert. Nur Ririca und Allen gedenken der armen Seele, die hier den Tot fand. Während die Ritter schließlich nocheinmal ihr Urteil verlesen kann Allen nicht an sich halten. Trotz der schmerzenden Rippen erhebt er die Stimme laut und gefasst. Wieder erstarrt Nero kurz und die Bilder schießen erneut in seinen Kopf. Raunen geht durch die Menge, als Nero diese kurze Pause einlegt ehe er sein Urteil weiter verliest. Sein Blick ruht auf Allen, während sich seine Gedanken zu überschlagen scheinen. Zero nimmt die ganze Situation einfach hin, er scheint bereits mit der Sache abgeschlossen zu haben, schließlich scheint es kein entrinnen zu geben. Auch Ririca weiß nicht wie sie sich dieser Situation entziehen soll. Auch sie bekommt die vorherige Vision wie Nero noch einmal zu Gesicht.

Dann geht plötzlich alles schnell, denn Mio scheint ihr Schicksal nicht einfach so hinnehmen zu wollen. Als ihr Ritter die Kette loslässt, lässt sich die Schamanin fallen. Sie erkennt noch aus dem Augenwinkel, wie sich ein breites Grinsen über die Mundwinkel von Ikarus zieht. Es ist sonnenklar, dass der Ritter ohne Probleme schneller seine Waffe zur Hand hätte...doch agiert er nicht! Auch Nero steht wie angewurzelt da, weiterhin in tiefen Gedanken. Die Gruppe scheint ihren Impakt auf die Integrität des militärischen Kerns von Avalon hinterlassen zu haben! Da Mio nicht beide Hände gebunden werden konnten, schafft sie es im Fall nach ihrer Waffe zu greifen und nimmt den Anführer von Avalon ins Visier! Ob sie getroffen hat, erkennt sie nicht mehr, denn schon fällt Mio in die unendlichen Tiefen unter Avalon.

Das Projektil bleibt Millimeter vor dem Kopf von Lucius in der Luft stehen, als hätte eine unsichtbare Hand dieses abgefangen. Die Mine von Lucius verzerrt sich zu einer abwertenden Grimasse. Fast zeitgleich nutzt Thali ihre Chance! Der Wind wird immer stärker und der ganze Körper der Tochter von Lucius strahlt im Licht der grünen Runen auf. Die Kugel wird ebenfalls mit winzigen Runen überzogen und gewinnt wieder an Schwung. Anscheinend kann Lucius das Geschoss nun nicht mehr so einfach blocken und duckt sich weg. Die Kugel trifft einen unbescholtenen Bürger hinter Lucius und richtet diesen sofort hin. Thali sprintet sofort los und ihr folgt ein heftiger Rückenwind...nein eher Rückensturm, der die Gruppe in die Tiefe weht. Die Ritter versuchen Thali aufzuhalten, diese sondert jedoch sogleich einen starken Impuls aus, der sich wie eine magische Barriere schnell ausbreitet. Alle Gruppenmitglieder, die nicht an der Brüstung zum Abgrund standen werden von dieser Aura in die Lüfte erhoben und hinter Thali hergezogen. Mit einem mächtigen Satz entkommt die Aegyl-Frau einem Angriff von Gomorrha nur knapp und rammt Ikarus. Dieser fällt sogleich lächelnd zu Boden und wehrt sich nicht, als Thali sich dessen Kristall schnappt. Einen weiteren mächtigen Satz später fällt Thali zusammen mit den restlichen Gruppenmitgliedern in die Tiefe! Die grüne Aura erfasst nun einen rießigen Bereich unter Avalon und alle Terroristen verschwinden ins Unbekannte...



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-> Gruppe 3: Kapitel 3: Söldnerseele
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