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Kapitel 1: Die Schatten von Avalon
#1
Drake öffnet langsam die Augen...er findet sich in einem dunklen Raum wieder. Zuerst kann er einige Minuten nichts erkennen, da sich seine Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen müssen. Dennoch spührt er genau, dass Eisenketten in seine Handgelenke schneiden die seine Arme, über seinem Kopf, an der Wand fixieren. Endlich kann er erkennen, dass er sich in einem unterirdischen Verlies ohne Fenster befindet. Das einzige schwache Licht kommt von einen elektrischen Licht, irgendwo in dem Gang von der Zelle. Vor der Zelle scheint das Licht seinen Geist aufgegeben zu haben. Vorerst ist einzig und allein das tropfen von Wasser auf Stein zu hören. Irgendwo muss es wohl eine undichte Stelle in dem feuchten und kalten Gemäuer geben. Es kommt Drake wie eine Ewigkeit vor, bis er endlich etwas anderes hört als das Tropfen. Schritte bewegen sich den langen Gang entlang, bis eine offensichtlich weibliche Gestalt vor der Zelle auftaucht. Lichtreflexe von dem schwachen Licht spiegeln sich auf der goldenen Oberkörper Rüstung der Frau. Dann erklingt eine verführerische Stimme, die Drake nur zu bekannt ist: "Na...bist du endlich wach mein kleiner, neue Spielgefährte?", sagt Maria...eine der sieben Ritter, die ihn überhaupt erst in die Zelle gebracht hat.
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#2
Drake ist immerhin dankbar, dass er kein stechendes Licht ertragen muss. Alles ist schön finster... so wie sein restliches Leben. Bei dem Gedanken muss er schon wieder unweigerlich grinsen. Vor allem scheint es so, als hätte er mal wieder entgegen aller Erwartungen überlebt. Dennoch sieht er sich jetzt eigentlich mit schlimmerem als dem Tod konfrontiert: Gefangenschaft! Seine Gliedmaßen schmerzen ob der Ketten, die ihn fixieren sollen. "Wasser... Durst...", denkt der Mischling sofort. Also ist das alles kein Traum und er ist wirklich nicht tot, sonst müsste er keine weltlichen Bedürfnisse mehr stillen, das ist sicher. Durch das einschläfernde Tropfen fast schon hypnotisiert, nickt der Drachentöter alsbald weg, bis er irgendwann erneut aufschreckt. Ein schelmisches Grinsen umspielt seinen Mund, was er erstmal einige Sekunden als Antwort stehenlässt. "Nicht schlecht, beim letzten Mal hattest du Glück", erwidert er recht provokativ. Dann sammelt er sein Innerstes bereits, da er aufgrund der frechen Aussage mit einem satten Peitschenhieb rechnet.
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#3
Maria zeigt auf die Aussage von Drake nur ein verführerisches Lächeln und öffnet stumm die Zelle. Sie tritt langsam auf den Mischling zu und schmiegt sich an ihn. Die goldene Rüstung fühlt sich kalt auf dem nackten Oberkörper von Drake an. Mit der Spitze ihres Zeigefingers fährt sie am Horn des Ronsos entlang und tippt ein paar mal auf dessen Spitze herrum, dann spührt der Gefangene auch schon den erwarteten Schmerz. Die Faust der Frau gräbt sich nun in seinen Magen, bevor sie auch schonwieder einige Schritte zurück tritt und lacht. "Oh ich mag es wenn sie rebellisch sind...das werde ich dir in den nächsten Monaten sicher noch austreiben. Bald wirst du wie ein Köter vor mir kriechen...und nur meinen gelüsten dienen...", sagt sie, während sie mit den Händen an ihrer Rüstung entlang fährt, bis sie schließlich den Griff ihrer Klinge umgreift. Sie geht auf ihn zu und gibt ihm mit dem Schwertgriff einen Stoß in den Magen...wo vorher auch die Faust ihr Ziel gefunden hatte. "Na was sagst du dazu? Gefällt dir die Idee, mein kleines Spielzeug zu werden?", sie lächelt ihn immernoch verführerisch an.
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#4
Die Nähe zu Maria widert Drake an, doch er weiß, dass er im Augenblick nicht viel dagegen tun kann. Wegen der Kälte der Rüstung bekommt er Gänsehaut, wodurch sich seine Haare bis zum schlaf herunterhängenden Ronso-Schwanz aufstellen. Dass dieses unreife Mädchen dann sogar sein Horn berührt, macht ihn unruhig und wütend. Diese Wut wird jedoch durch den Schmerz des Faustschlags sogleich erstickt. Er spuckt Blut auf den Boden, was ihn durchaus einiges an Kraft kostet. Während ihm der Speichel leicht aus dem Mund läuft, muss er sich schon auf den nächsten Schlag gefasst machen. Somit wird die Flüssigkeit in seinem Mund nur noch röter. Gleichzeitig bestärkt ihn dies, sich nicht von dem Aegyl-Mädchen brechen zu lassen. Lieber würde er sterben, um zu einem Monster zu werden, als seinen Stolz vor ihr zu verlieren. "Ich krieche nicht einmal vor Göttern...", erwidert der Mischling mit schwächlicher Stimme und setzt nach ein paar Sekunden fort: "...es bleibt dabei... Hochmut kommt vor dem Fall, Maria Gloria Lucia..." Damit wiederholt er die Worte, die er ihr bereits vor dem Kampf gesagt hat. Das Lächeln von Maria regt in Drakes Inneren nur ein Gefühl: Hass.
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#5
Marias Lächeln wird nicht von Drakes Aussagen getrübt. Eher wirkt sie sogar noch freudiger als zuvor. "Nichteinmal vor den Göttern? Nun...vielleicht liegt das nur daran, dass du noch keinen Gott zu Gesicht bekommen hast...", sagt sie, währen sie sich von ihm zurückzieht. Sie hat nun den Rücken zu ihm gewandt und spricht weiter. "Vielleicht bekommst du auch bald die Chance als mein kleiner Köter vor dem großen Cid zu knien...aber alles zu seiner Zeit.", mit einer schnellen Bewegung dreht sich Maria um und zieht ihre wandelnde Klinge. Wie eine Peitsche zischt das funkelnde Metal durch die Luft und hinterlässt einen tiefen Schnitt auf der Brust des Ronso-Mischlings. Mit einem Zischen verschwindet die Klinge auch schon wieder in der Scheide und mit ein paar letzten Worten auf den Lippen zieht sich Maria aus der Zelle zurück und sperrt diese wieder ab. "Ich werde dir nun ein paar Stunden Zeit geben...um zu entscheiden...ob du lieber brav zu meinem Sklaven werden wirst...oder ich dich erst mit Gewalt brechen muss. Andererseits...je mehr du dich sträubst...desto mehr Spaß werde ich haben...", die letzten Worte werden immer lüsterner und Maria leckt sich über die Lippen und lässt ein leises Stöhnen von sich, bei dem Gedanken an all die Qualen die sie ihm bereiten wird. Dann verschwindet sie aus der Sicht von Drake und ist verschwunden. Nun hängt Drake dort...blutend und vom Schmerz in seiner Brust geschüttelt...es fällt ihm schwer bei Bewusstsein zu bleiben. Doch dann hört er auch schon das nächste Geräusch...leise Tappser sind zu hören...
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#6
Jedes Wort von Maria lässt in Drake nur weitere Abscheu hochsteigen. Wenn irgendein Gott etwas von ihm möchte, sollte er tatsächlich existieren, dann soll er nur kommen. Der Drachentöter würde sich ihm entgegenstellen, denn viel hat er nicht mehr zu verlieren. Diesen Kampf sucht er gerne, genau wie jeden anderen auch. Vielleicht schafft es ja endlich mal jemand, ihn zu töten, da er nicht in der Lage zu sein scheint das zu bewerkstelligen, obwohl er es durchaus bereits mehrmals darauf angelegt hat - kürzlich erst gegen Djengo.
Wie es aber aussieht, wird er hier noch einige Zeit festsitzen, weil die vorlaute Aegyl-Göre ihm die Gnade eines erlösenden Todes offensichtlich nicht erweisen möchte. Ihr peitschenartiger Hieb hinterlässt nur eine weitere Narbe auf seinem geschundenen Körper, was jedoch in keinem Verhältnis zum Zustand seiner gezeichneten Seele steht. Die Narben auf dieser sind nämlich weitaus tiefer und wiegen mehr auf seinen Schultern, als physischer Schmerz es jemals vermögen würde.
Trotzdem lodert ein unbändiger Wille tief in ihm drin, sich seinem Schicksal nicht zu ergeben. Raziel hat darüber schon öfters nachgedacht, woher er nach all dem Leid noch die Kraft nimmt, dennoch weiterzumachen. Dabei ist er zu dem Schluss gekommen, dass das wohl auf sein Ronso-Blut zurückzuführen sein muss. Somit lautet sein Kredo: Er und ein Sklave? Niemals! Eher würde er sich von ihr totschlagen lassen, denn selbst der sadistischte Folterknecht verliert irgendwann seine Geduld und geht ein Stück zu weit.

Gerade als seine Sicht im Begriff ist erneut zu verschwimmen und es ihm schwarz vor Augen wird, erfassen seine schwächlichen Ronso-Sinne ein Geräusch. "Tappser... schleicht da etwa jemand herum? Ein Aegyl... ein Tier?" Im ersten Moment kann er den Ursprung des Geräusches nicht einordnen. Gedanken darüber machen ihn noch müder, weshalb er jetzt erst recht kurz vorm Wegnicken ist. Der Mischling schmeckt zuletzt die eisenhaltige Flüssigkeit im Mund, sein Blut, bevor er schließlich endgültig in das rettende Schwarz eintaucht.
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#7
Vom tiefem schwarz umhüllt, taucht Raziel in ein Wirrwa aus Bildern ein. Er sieht viel aus seiner Vergangenheit was alte Wunden aufreist...aber auch gute Momente umgeben Drake, die er schon fast vergessen hatte. Danach werden die Träume nurnoch düsterer und verzehrender...bis schließlich ein helles Licht vor dem geistigen Auge des Mischlings erstrahlt. Eine wunderschöne Aegyldame mit goldenen Flügeln und ebenso goldenen lockigen Haar streckt die Hand nach Drake aus und kurz bevor er sie ergreifen kann, erwacht er aus seiner Ohnmacht. Sein Blick wird wieder klar und fährt sogleich zu den Gitterstäben seiner Zelle. Zwar hatte sich der Traum fast wie eine Ewigkeit angefühlt, doch es scheint nicht viel Zeit verstrichen zu sein...denn Drake hört immernoch das Tappsen. Jetzt erkennt er auch den Ursprung der Geräusche denn vor der Zelle taucht ein vierbeiniges Geschöpf auf, dass dem Monsterjäger nur zu bekannt ist. Djengo baut sich majestätisch vor der Zelle auf und lässt seinen Blick auf Drake ruhen. "Und wieder verbinden sich unsere Schicksale...ich hatte eine Eingebung der Göttin...und siehe da...schon stehe ich vor deiner Zelle...", sagt Django mit der tiefen und ruhigen Stimme, die ihm gegeben wurde.
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#8
Die dunklen Bilder bringen Drakes Herz zum bluten. Ganz im Gegensatz zu den wenigen guten, wodurch er innerlich hin und her gerissen ist. Dann auch noch eine Aegyldame, die nicht hübscher sein könnte. Kurz vermutet er, erneut Gabriela zu sehen, aber genau kann er es nicht sagen - vielleicht ist es auch nur Wunschdenken. Allein die Tatsache, dass sie noch leben KÖNNTE, wird ihn wohl niemals loslassen.

Gerade als es also wieder schön geworden ist, erwacht er aus dem Halbschlaf und realisiert, dass er immer noch im selben finsteren Drecksloch festsitzt. Sogleich erblickt er den Ursprung des Tappsens. Raziel ist durchaus überrascht, mit Djengo hat er ohne weiteres nicht gerechnet, jedoch lässt er sich nichts anmerken. "Das hat ja länger gedauert, als erwartet. Ich dachte schon du kommst nie", erwidert er zynisch und hustet einen Schwall Blut auf den Boden.
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#9
Djengo begutachtet mit seinen kleinen Dingoaugen ruhig aber mit Sorge den Zustand von Drake. Auf die zynische Aussage von Drake hin ziehen sich die Maulwinkel von Djengo ein Stückchen nach oben und man erkennt seine scharfen Reißzähne. "So also hat wohl auch dir die Göttin meine Ankunft mitgeteilt? Nun...die Unterhalung sollten wir lieber in Freiheit fühen...erstmal werde ich dich von diesen schändlichen Ketten befreien...", der Dingo geht in Lauerstellung und öffnet sein Maul. Mit einem Zischen glühen die Reißzähne von Djengo auf und mit einem Satz springt er auf das Gitter zu. Einen Biss Später bohren sich auch schon die glühenden Zähne durch das Metal. Nach wenigen Sekunden gibt das nun glühend heiße Metal auch schon nach und Djengo steht in der Zelle. Mit einem Satz macht er sich auch an den Ketten zu Schaffen, von denen der Dingo ersteinmal nur herunterhängt bis sie nachgeben. Schon fallen Drake und Djengo zu Boden. Der Dingo wartet ruhig darauf dass Drake wieder zu Sinnen kommt damit sie entkommen können.
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#10
"Es würde mich überraschen... wenn sie es täte", antwortet Drake kurz und knapp, bevor er den Dingo dabei beobachtet, wie dieser ihn auf eindrucksvolle Art und Weise befreit. "Jetzt legst du aber... einen Zahn zu." Wenig später knallt er unsanft auf den Boden, was er schon fast gar nicht mehr als Schmerz wahrnimmt, im Vergleich zu Marias grausamen Foltertechniken.
Dafür ist die Erleichterung, endlich wieder von diesen widerlichen Ketten befreit zu sein, enorm. "Damit rechnet diese Mistsau bestimmt nicht, sobald sie zurückkehrt", denkt sich Raziel hasserfüllt und sogleich zufrieden. Doch hoch kommt er leider erstmal nicht. Seine Muskeln fühlen sich so an, als würden Tonnen von Blei auf ihnen lasten. Offenbar wurde sein Körper mehr als gedacht in Mitleidenschaft gezogen.

"Himmel... Arsch und Avalon... ich kann mich nicht bewegen...", flucht der Drachenjäger. "So wie's aussieht... hat dich deine Göttin hinters Licht geführt. Du musst mich hier zurücklassen... Dabei verzieht Drake keine Miene, denn den letzten Satz meint er tatsächlich todernst.
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#11
Djengo kommentiert die Aussagen von Drake vorerst nicht und beobachtet den Prozess mit großem Interesse. Nach und nach wird klarer, dass der Drachenjäger wohl zu schwach und gepeinigt ist um aus eigener Kraft von hier zu verschwinden. Der Dingo baut sich vor dem knieenden Mischling auf und strahlt den üblichen Stolz aus. "Die Pläne der Göttin mögen unergründlich sein, doch bisher hat sie mich immer ins Licht...und nicht dahinter geführt! Steh auf Krieger...zeig mir deinen Kampfgeist...deine Entschlossenheit! Erfülle diese Knochen mit Leben, um deinem Peiniger die Reißzähne in die Flanke zu rammen! Lasse deinen Geist kämpfen, wo dein Körper schonlange aufgegeben hat!", Djengo, der viele Schlachten geschlagen und Jahrhunderte überlebt hat, redet den vom Schicksal gepeinigten Drake ins Gewissen und versucht an seine alte Kriegerseele zu appelieren!
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