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Kapitel 6: Verbrannte Erde
#41
Neben dem Rauch spürt der Japaner noch die schwache Glut des vergangenen Feuers, was ihm ein paar kleine Schweißtropfen auf die Stirn treibt. Zum Glück verzieht sich der Rauch mit jeder Minute mehr und mehr, dennoch behindern die nebelartigen Schwaden teilweise die Sicht.

Die Goldechse weist Jizai sogleich den Weg. "Etwas weiter, außerhalb von Dorf", entgegnet Shi'rûk, obgleich vom Dorf leider nur noch Ruinen übrig sind, die nun durch das Feuer größtenteils auf die Grundfesten heruntergebrannt sind.
Da Jizai sich immer noch ein wenig schwächlich fühlt, muss Shi'rûk immer wieder kurz warten, damit er hinterherkommt, wodurch unweigerlich ein gewisser Abstand zwischen den beiden entsteht. Seit der Ansprache des Schmieds scheint sein noch vorhin niedergeschlagenener Echsenkamerad voller Tatendrang zu sein.

Als sie dann irgendwann an die besagte Stelle gelangen, entdeckt Jizai die verlorene Ausrüstung sowie unweit davon das Objekt der Begierde: sein Nagato. Das Katana ist nun fast in Griffweite. In diesem Augenblick hallt im Kopf des Helromiers das vertraute Rufen des Nagato wider, was ihn versucht genau dorthin zu lotsen; jetzt sofort, damit er es endlich wieder ergreift und in seinen verfluchten Besitz bringt!
Jedoch sieht Jizai plötzlich gleichzeitig zwischen dem Rauch einen bedrohlichen Schatten aufflackern, der sich über die Goldechse legt und sekündlich größer und größer wird! Die Goldechse selbst hat das bisher offensichtlich nicht bemerkt. Während sie darauf wartet, dass ihr Kamerad seine Sachen zusammensammelt, damit sie weiterziehen können, überprüft sie hingegen die Schärfe ihrer tödlichen Pike.
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#42
Langsam bahnen sich die Schweißtropfen auf der Stirn des Japaners ihren weg hinab und tropfen auf die verbrannte Erde des Dorfes. Wenigsten der Rauch verzieht sich langsam...doch immernoch fällt das Atmen schwer und die Hitze treibt Jizai einen leichten Schwindel in den Kopf. Jedoch ist der Mann zäh und schnell gewöhnt er sich auch an diese Begebenheiten, zumindest soweit wie ihm in seiner Verfassung möglich ist.

Die wenigen überreste die Jizai sehen kann, treiben dem Japaner einen Pflock ins Herz. "Solche Zerstörung...", sagt der Japaner leise zu sich selbst als Shi'rûk wieder etwas weiter vorgelaufen ist. Er sollte also hoffentlich nichts davon mitbekommen. Der Japaner ist froh, dass seine Ansprache Wirkung gezeigt hat und sein Freund nun wieder motiviert in die noch ungewisse Zukunft blicken kann. Jizai bedankt sich bei der immer wieder wartenden Echse. Er fühlt sich fast schon wie ein Klotz am Bein.

Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die beiden bei Jizais Sachen an. Als der Blick des Schmieds auf seine Utensilien fällt atmet er auf...dieses Aufatmen wird daraufhin aber zu einem erleichtertem Aufstöhnen als er das Katana erblickt. Endlich kann er die wunderbare und doch schreckliche Klinge wieder in seinen Besitz bringen...und ebenso sein Versprechen einlösen! Dann als sich fast die Finger des Japaners um seine Klinge schließen, bemerkt der Japaner den Schatten. Kurz lastet der Druck der Entscheidung auf dem Japaner...denn anscheinend wollte ihm das Schicksal eine Prüfung auferlegen. Für wen würde sich Jizai entscheiden? Die Klinge, die er schwor zu vervollständigen...oder sein treuer und neugewonnener Freund auf seiner Reise. In Sekundenbruchteilen entscheidet sich der Japaner jedoch für eine dritte Option. Gezielt und schnell...eins mit dem Fluss seiner Jahrelang trainierten Bewegungen, zieht er die Klinge in kürzester Zeit. Die Scheide fällt zu Boden, denn Form war nun nicht angebracht, nein eher Geschwindigkeit und Prezision...waren entscheidend. Eins mit seiner Klinge werdend und durchströhmt von dem herrlichen Gefühl das das Nagato in ihn ströhmt, dreht sich der Japaner um und setzt einen waagerechten Mae-Schnitt in die Luft. "Pass auf mein Freund!", sagt Jizai während der Eissplitterzauber seine Wirkung zeigt und mehrere Splitter auf die schwarze Gestalt schießen. Präzise versucht der Japaner dabei nicht seinen Freund zu verletzen!
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#43
Jizai fühlt sich sofort besser, als seine Fingerspitzen das Nagato auch nur berühren (Mali-Parade beendet). Er kanalisiert postwendend die magische Kraft des Katana in Richtung Shi'rûk. Gleichzeitig schreckt dieser durch den Ausruf auf. Da die Goldechse sehr dicht dransteht - und der Japaner nur vermuten kann, wo und wie der vermeintliche Angriff einschlägt - wird sie ebenfalls unweigerlich vom Frostsplitter getroffen! Sie wird durch die Wucht deutlich zurückgeworfen, ohne Chance auf Abwehr. Doch der Frost zeigt auf der Haut des Shed keine Wirkung.
Beim herabstürzenden Schatten entfaltet der Zauber hingegen von Anfang an nicht seine vollständige Kraft, sodass der Angriff des schemenhaften Feindes nur minimal abgelenkt wird. Das alles reicht allerdings, um Shi'rûk haarscharf aus der Gefahrenzone zu befördern. Als die Attacke des Gegners in der warmen Erde einschlägt, wirbelt sie ordentlich Staub auf. Dank der Geistesgegenwart des Meisterschmieds hat dessen Gefährte sie jedoch überlebt!

Shi'rûk schnaubte deutlich nach dem kleinen Frostsplitter. Aber der Zauberspruch ist zum Glück nicht primär auf Zerstörung ausgelegt. Also springt der Jäger mit einem gewaltigen Satz nach hinten. Nun, auf Distanz zum Schatten, reckt er die Pike sofort in der gleichen Bewertung nach vorne, um sich für eine mögliche weitere Attacke zu wappnen.

Als sich der Rauch des Angriffs sogleich verzieht, wird klar, mit wem es die beiden Gefährten hier zu tun haben. Eine rote Gestalt, locker über zwei Meter groß, am Hinterteil ragt ein längerer Schwanz heraus. Sie scheint schwer gerüstet zu sein und mit einem Speer bewaffnet, der für eine kleinere Person von der Länge her tatsächlich eher als Lanze durchgehen würde.
"Cron!", presst Shi'rûk zähneknirschend in der Sprache der Nathi hervor. Dessen Zunge beherrscht Jizai zwar nicht, doch dieses Wort kennt er sehr gut. Ganz im Gegensatz zum Zorn, der sich durchaus bedrohlich in den Augen seines Kameraden widerspiegelt.
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#44
Jizai atmet erleichtert auf als er bemerkt, dass sein Plan aufgegangen ist. Zwar hatter er versehendlich Shi'rûk getroffen, doch hat dieser den Angriff gut weggesteckt und wurde nicht schwer verletzt. Doch für viel Freude war keine Zeit, sofort richtet sich Jizai auf und packt seine Klinge mit beiden Händen. Er geht sogleich in Chudan-no-kamae über und lässt die Spitze seiner verfluchten Klinge auf den Hals der großen Echse zeigen. Als er schließlich hört um was für ein Wesen es sich hier handelt zeigen auch die Augen des Japaners völlige Abscheu! "Cron? Nun...das kommt uns doch gerade recht...er soll uns erklären was hier genau vorgefallen ist...und dann mit seinem Blut bezahlen! Mein Freund...behalte einen kühlen Kopf...lass deinen Zorn nicht deine Sinne benebeln...", Jizai bleibt vorerst in Position...da er den Feind nicht kennt ist es unklug sich einfach so in einen Angriff zu stürzen...er wartet also ersteinmal ab. Er hofft das seine Worte beruhigend auf Shi'rûk gewirkt haben, denn ein Kopfloser angriff währe sicher das Ende der beiden. Jizai lauert auf die kleinste Bewegung oder öffnung des rießigen Crons...
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#45
Auf Jizais Rat hin, hält Shi'rûk noch einen Moment inne. Doch an dessen Gliedmaßen kann der Helromier deutlich ablesen, dass es seinem Gefährten einiges an Überwindung kostet, nicht gleich mit der Pike in der Hand loszustürmen. Die Goldechse tut dann wie ihr befohlen und verlangt vom geflügelten Cron eine Antwort. Interessanterweise sprechen beide dieselbe Sprache, sodass Shi'rûk auf sein Amulett verzichten kann.
Anschließend übersetzt dieser, was ihm gesagt wurde: "Cron sagt, dass Dorf schon vor... etlichen Sternenzyklen gesäubert wurd. Überlebende für Frevel zur Rechenschaft gezogen. Tot oder versklavt, er selbst dabei war..." Mit einer Mischung aus Verwirrtheit und Wut beginnt der Nathi sogleich zu knurren, als der Cron nachhakt. "Er fragt, wer oder was du sein und warum wir verlassenen Wald angezündet haben."
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