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Kampagne 02, Kapitel 03: Richtung Ozean
Vermilion folgt Torque in einigem Abstand. Für die anderen der Gruppe verwischen beide bald zu konturlosen Schemen...


Torques Plan ist einfach und geradlinig, so wie nahezu alle seine Pläne. Er trabt mit schweren Schritten auf die beiden Wachen zu. Als er nahe genug heran ist, wird er bemerkt. Einer der Männer nickt in seine Richtung und er und die andere Wache blicken ihn nun unentschlossen an...


Vermilion folgt in sicherem Abstand, doch bis auf die Nacht gibt es keine gescheite Deckung zwischen ihr und dem Boot und so verweilt sie bei einer maroden Mauer, als sie Gefahr sieht, vielleicht bemerkt werden zu können. Dank ihrer besonderen Augen kann sie Torque und die beiden anderen gut beobachten, allerdings hört sie nicht, was gesprochen wird. Der Hüne und die anderen beiden scheinen ein paar kurze Worte zu wechseln. Es wird etwas gestikuliert, aber die Sache sieht nicht danach aus, als würde gleich ein Kampf ausbrechen. Nach nicht einmal einer Minute macht Torque kehrt und entfernt sich vom Anleger - er trabt aber nicht zurück zum Beobachtungsposten, sondern latscht den Kai entlang.
`Ich bin für so einen Mist einfach nicht gemacht...´ denkt sich Gerry, als er sich daran erinnert, was passiert ist, als er das letzte Mal einfach so mit wildfremden Typen reden wollte, die zufällig noch Kanonen dabei hatten. Ja, schlechte Erfahrungen prägen einen - spätestens hier wird einem klar, daß man ein Tier ist - ein Primat, um genau zu sein.

Wenn auch ein recht spezieller - mit Kopfbedeckung und automatischer Handfeuerwaffe.

Dennoch sollte er wohl zusehen, daß er den Anschluss nicht verpasst. Gut, daß Torque so ein Riesenkerl ist - im Gegensatz zu den meisten Asiaten hier...
Wo bleiben denn die Schüsse? fragt sich Vermilion ab dem ungewöhnlichen Resultat dieser Aktion. Sie hat tatsächlich eher damit gerechnet, erneut in einen Konflikt zu geraten, als dass Torque einfach ein wenig mit Fremden plaudert - und mehr nicht. Aber seis drum, sie beschliesst Torque als Schatten einfach ein Stück zu folgen. Vielleicht wird sie ja doch noch in ihrer Theorie bestätigt. Oder aber dies ist wirklich einer der wenigen Vorteile einer Stadt - es wird kaum geschossen und viel gelabert. Draussen im Ödland funktioniert das ja definitiv in die andere Richtung.
Gerry kann ansatzweise erahnen, dass sich Torque wieder von den beiden Wachen weg bewegt - allerdings nicht mehr zurück zu ihrer Ecke. Vermilion ist für ihn nicht zu sehen.


Torque latscht weiter den Kai entlang und ist irgendwann zu weit weg, als dass seine Aktion auf einen Überraschungsangriff hinauslaufen könnte. Vermilion folgt ihm, bis der Hüne schließlich stehen bleibt. Er blickt halb über die Schulter nach hinten, dreht sich aber nicht um, als er einfach in die Leere um sich herum spricht. "Du bist nicht so gut, wie du vielleicht denkst... Wenn du was willst, dann hör auf mir hinterher zu schleichen und sag's mir ins Gesicht."
Gerry ist erst recht nicht so gut. Damit eine geringe Chance besteht, sich wiederzutreffen - geht er einfach zurück dorthin, wo sie sich getrennt haben und raucht erst mal eine. Er ist recht klein und schlank - und sein Haar ist schwarz. Das ist doch schon mal was. Eigentlich... ist er ganz schwarz. Noch besser. Also verkrümelt er sich etwas in den Schatten und verdeckt die Glut mit den Händen...
"Wieso denn so grantig? Wollte nur sehen, was die beiden Typen von dir halten. Anscheinend fanden sie dich nicht so übel, denn ausnahmsweise wurde nicht geschossen." Sie geht näher zu Torque, bis er sie wieder sehen dürfte. "Vielleicht war das ja ein Fehler. Konntest du was rausfinden?" fragt sie dann gerade heraus, so wie er das verlangte.
Gerry kehrt in seine Ecke zurück und qualmt eine Zigarette. Torque hat er inzwischen aus den Augen verloren...


Der Hüne dreht sich um. "Ah, du... war ja klar..." Er schnaubt leise. "Warum so grantig!? Weil mit euch absolut nichts vorankommt, deshalb! Wir hocken da ewig lang im Dreck und beobachten zwei Eierköpfe, die nichts anderes machen, außer Schmiere zu stehen. Vikki redet seit der Sache mit dem Radscorpion kein Wort mehr und rennt herum wie ein Geist. Li fängt jetzt auch schon damit an, gibt keine Antwort und starrt ins Nichts, als wäre sie stoned. Und ihr zwei? Was macht ihr eigentlich? Ich hab keine Ahnung, ehrlich gesagt... Ich dachte, wir könnten zusammen was Gescheites aufziehen, aber offensichtlich kommt mit euch nicht viel mehr herum, als tatenloses Herumsitzen. Und ich sag dir was, Missy. Ich kann nicht mehr tatenlos herumsitzen. Ich brauche Arbeit! Ich brauche Caps! ... Und dieser Job hier ist so gut wie davongeschippert. Was ich herausgefunden habe!? Dass die keine Helfer suchen. Und weißt du warum? Weil das verkackte Boot am frühen Morgen ablegt und dann weiß der Henker wie lange weg sein wird! Viel Spaß beim Herumhocken und Beobachten - ihr könnt ihnen dann bei Sonnenaufgang auf Wiedersehen winken..."
Sie schnaubt und hebt die Arme seitlich auf Schulterhöhe. "Na bei unserem Glück auch nicht verwunderlich! Aber deswegen solltest du doch nicht gleich wie eine weinerliche Pussy weglaufen und noch mehr Zeit vertrödeln. Wir brauchen eigentlich nur so eine dumme Karte von Jia und einen Weg auf das Schiff. Versuchen wir einfach in diese Container zu kommen, den Rest erledige ich dann draussen auf dieser Plörre." Bei desem Gedanken kichert sie wie schon lange nicht mehr, auf ihre typische unheimliche Art.
"Geh und zieh du Gerry mal das Räucherstäbchen aus der Birne. Dann klemmst du dir die anderen beiden unter die Arme." Sie macht eine entsprechende Geste, bei der sie wie ein Schrank umherwatschelt. "Ich hole mir solange die Wegbeschreibung ab."
Ohne überhaupt auf eine Antwort zu warten, will sie sich gerade aus dem Staub machen, als ihr etwas einfällt. "Oh shit... Ich hoffe dieses Schlitzauge gibt mir den Quatsch nicht bloss schriftlich." - mit diesen Worten verschwindet sie dann aber doch noch in Richtung blaues Haus.
"Hey!", hält Torque Vermilions Eile zurück. "Nichts da! Den Dürr-Rappel und die beiden Grazien kannst du schön selbst abholen. Und wenn du willst, dass wir endlich vorwärts kommen, dann blas ihnen dabei direkt die Spinnenweben aus den Schädeln. Ich war ohnehin auf dem Weg zum Laden, um mit dem Mädel zu sprechen. Und ich sag's dir gleich: Dieser Deal läuft über mich und ich verteile das, was hängen bleibt!"
Er hasst es, wenn er nicht weiß, was das Richtige und Wichtige wäre, was zu tun ist. Medizinische Fragen, sogar manche technische - kein Problem. Aber so was? Nur, wenn sie nun alle auf diesem Pier rumspringen, würde das auffallen, oder? Also muss Gerry wohl oder übel warten...
Widerwillig stoppt sie gleich wieder. "Pfft! Na schön, wenn du willst, dann geh doch du. Hab eh keine Lust zu reden. Aber spiel dich nicht so auf, keiner hat dich zum Anführer ernannt."
Sie spuckt auf den Boden, macht kehrt und klopft Torque im vorbeigehen auf die Schulter. Gar nicht so leicht, bei einem so grossen Typen. "Ach, weisst du was, ich mag dich irgendwie doch, Grosser." fügt sie dann, in einem sehr spontanen Sinneswechsel, noch an.
Vermilions Rage perlt an dem Hünen ab, aber das was danach kommt, trifft ihn unvorbereitet. "Ehm... okay. Danke.", stottert er auf das plötzliche Eingeständnis.

Eine Weile schaut er ihr nach, als sie sich auf den Rückweg zu den anderen macht. "Ich kapier diese Frau nich...", murmelt er leise und schüttelt dabei leicht den Kopf, als er sich schließlich umdreht und seinen ursprünglichen Weg wieder einschlägt. Er will zum Blauen Haus. Er will mit Jia reden, den Deal wasserdicht abschließen und dabei alles an Infos aus ihr herausholen, was er bekommen kann.

"Mhh... verdammt dunkel geworden. Hoffentlich ist sie noch wach...", grummelt er, lässt den Kopf knackend im Nacken kreisen und legt einen Schritt zu...


Vermilion verfolgt ihren Weg zurück und kommt schließlich wieder zu den paar brüchigen Mauern, bei denen Gerry, Carol und Vikki noch immer herumsitzen. Gerry qualmt eine Zigarette, während die beiden Frauen vor sich hin brüten und ihrer Umwelt nicht viel Beachtung schenken.
"Es muss wunderbar sein, einfach so drauflosmarschieren zu können, ohne sich groß Gedanken machen zu müssen..." begrüßt Gerry Vermillion mit unüberhörbarer Erleichterung. Sich weiterhin umsehend stellt er fragend fest: "Torque sieht sich weiter um, denke ich?"
"Nein, er ist fertig mit umsehen. Das Schiff läuft Morgen aus, also ist er auf dem Weg zu Jia um eine Karte oder so aufzutreiben. Wenn wir an Bord wollen, muss das noch in dieser Nacht passieren. Der Plan mit den Containern scheint bisher der Beste zu sein, oder hat jemand noch einen Vorschlag?" fragt sie in de Runde. Wenn nötig, verpasst die den beiden Frauen einen kleinen Tritt, um eine Antwort zu erhalten.
"Um ehrlich zu sein, nein." entgegnet Gerry: "Ist wohl die einzige Möglichkeit, ungesehen mitzufahren. Bin mal gespannt ob unsere kleine Pirateneinlage auch funktionieren wird..."
Carol blickt zerknirscht auf, als Varmilion anfängt zu bohren. "Ich hab lange über diese Sache nachgedacht und... ich komme nicht mit. Vikki auch nicht." Vikki schaut den Kopf abgewendet stumm an eine Wand, das Gesicht in Schatten gehüllt. "Diese Sache...", fährt Carol fort. "... ist einfach zu unsicher. Wer weiß, was da draußen passiert. Und keiner von uns kennt sich auf See aus..."
Man kann nicht sehen, wie Gerry´s Augenbrauen gerade von der Rückseite seines Kopfes nach Vorne zurückkommen. Er räuspert sich dann einfach nur und und sagt trotzdem: "Nun, ich jedenfalls gedenke mein Wort zu halten - einer meiner wenigen Vorzüge ist, daß ich zu dem stehe, was ich sage."
"Was?!" empört sich Vermilion, gerade nicht laut genug, um unnötige Aufmerksamkeit zu erregen.
"Ist das euer verfickter Ernst? Ich weiss, dass du, Vikki, nie begeistert von der Idee warst, aber von dir hätte ich das echt nicht erwartet, Carol. Auch wenn das nicht so läuft wie von Tucker und Co. gepriesen - ich werde bestimmt nicht umsonst in diese elende Stadt marschiert sein!" Sie schüttelt den Kopf und greift Gerry am Arm. "Komm Gerry, wir gehen. Ist ja nicht zu glauben..."
Auch, wenn Gerry sicher ist, daß ihr Vorhaben in einer zukünftigen Auflistung besonders schlechter Ideen mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Top Ten auftauchen wird, ist er momentan doch ein bisschen stolz. Hat er doch immerhin bewiesen, daß man `auf ihn zählen´ kann - immerhin hält ein Gentleman sein Wort. Und mag es noch so hirnrissig sein. Dennoch nimmt er sich vor, seine Zusagen künftig genauer zu überdenken - falls er noch mal dazu kommen sollte.



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