Tales of Jacopo: Ein Hauch von Zivilisation
#1
   

Ein klassisches Fort: quadratische Grundform mit Wachtürmen an den Ecken. Die gesamte Struktur besteht aus Holz, Blech und an einigen wenigen Stellen auch aus Stein. Insgesamt ist dieses Fort wohl keine uneinnehmbare Festung, allerdings ein solider Garnisonsstandort. Die schweren Maschinengewehre auf den Türmen und die Tatsache, dass Texas Rangers dort stationiert sind, macht Davis zu einer echten Abschreckung für jeden normalen Raidertrupp. Davis wurde als Grenzposten der TC eingerichtet. Die Siedlung nahe des Forts besteht hauptsächlich aus Flüchtlingen und Schutzsuchenden. Sie befindet sich irgendwo auf dem Weg zwischen einem Camp und einer vielleicht bald entstehenden Stadt. Im Zentrum des Ganzen gibt es bereits festere Häuser, während sich ringsum noch in wildem Durcheinander Wellblechhüten und Zelte drängen. Mit etwas Jagd und Landwirtschaft versorgt sich die Flüchtlingsgemeinde wenigstens zum Teil selbst, letztlich müssen allerdings noch immer Nahrungsmittel importiert werden. Die wenigen Anbauflächen, die man dem Ödland abringen kann, halten in keiner Weise mit der rapide wachsenden Einwohnerzahl Schritt. Viele der Bewohner arbeiten in der Garnison oder für die Garnison. Ihre wirtschaftliche Lage ist momentan zwar nicht die allerbeste, doch für die meisten ist es besser als alles zuvor, da hier wenigstens ein Hauch von Zivilisation in der Luft liegt. Das Fort selbst wird natürlich militärisch durch die Texas Ranger geführt. Die Siedlung hingegen verfügt über einen demokratisch gewählten Bürgermeister und einen Stadtrat.

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Fort Davis, New Mexico. 14. Juni 2211. 21:57 Uhr.


Drei Tage vorher...
Nachdem Jacopo einen ganzen Tag lang im Ödland umherirrte, weil er lediglich darüber spekulieren konnte, wo er eigentlich war, hatte er Glück, dass er einer Patrouille der Texas Ranger begegnete. Nach hin und her konnte er diese davon überzeugen, dass er Geschäftsmann sei und kein Sippling, den sie einfach mir nichts dir nichts versklaven könnten.
Danach waren die Rangers aber überraschend freundlich zu ihm. Sie gaben ihm sogar etwas zu essen und zu trinken. Anschließend waren sie damit einverstanden, dass sie der Italiener mit zu ihrem Stützpunkt begleitet. Damit wurde er gleichzeitig versorgt und würde demnächst wieder auf halbwegs zivilisiertem Boden Fuß fassen können.

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Am späten Abend trifft Jacopo schließlich in Fort Davis ein - ein Hauch von Zivilisation. Die Texas Ranger verabschieden sich schon beim Ortseingang von ihm, da sie ihrem Vorgesetzten noch Bericht erstatten müssen. Auf der kurzen Reise hierher hatte er sich ein wenig mit ihnen angefreundet und mehr über das Fort und die Bewohner darin und drumherum erfahren. Mit diesem Wissen ausgestattet kann es ihm also gelingen, sich hier zurechtzufinden.
Während sich der Italiener am Ortseingang genauer umsieht, kann er das Elend erkennen, das hier vorherrscht. Denn scheinbar leben die Leute im Außenring des Camps am Existenzminimum. Links und rechts Bettler, Flüchtlinge sowie Schutzsuchende... eine Leiche, die aus einem der Zelte herausragt. Im Prinzip gehört er selbst ebenfalls dazu, hat er doch erst kürzlich eine waghalsige Flucht hinter sich, welche er nur dank seines Glücks überlebt hat.
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#2
Einen Tag marrschiert Jacopo durch das Ödland...mit jedem Schritt verliert er mehr und mehr die Hoffnung auf Rettung. Doch dann erkennt er in der Ferne eine Patrouille! Sofort entbrennt das Feuer der Hoffnung in dem italienischen Händler! So schnell ihn seine Beine tragen kommt er ihnen entgegen und wird gleich von Waffenläufen begrüst. Er hebt die Hände und erklärt seine Situation. Glücklicherweise schenken ihm die Texas Ranger Glauben und nehmen ihn mit. Auf ihrer kurzen Reise kommt er mit vielen der Ranger ins Gespräch und sie erzählen ihm das Ziel ihrer Patrouille, die Befestigungsstadt Davis. Gleich lässt sich Jacopo über die Strukturen und die Begebenheiten der "Stadt" aufklären. Durch seine offene Art freundet er sich sogar mit einigen der Ranger an. Jedoch ist dies auch zu einem Teil berechnung,k denn so würde er im Falle eines Falles niemals auf taube Ohren stoßen.

Nach einem Tag kommen sie endlich in diesem Hauch von Zivilisation an. Doch angesichts der vielen Strapatzen durch die Jacopo in den letzten 48 Stunden gestolpert war, sieht dieser kleine Fleck für ihn wie ein Himmelreich in der Wüste aus. Er verbaschiedet sich sogleich von seinen Rettern und sieht sich genau um. Er schlendert ein wenig umher und bemerkt sowohl Leid und Armut als auch einen einigermaßen gefestigten Lebensstandart. Natürlich entgehen ihm die Einflüsse der TC nicht! In seinem Kopf rattert es....hier könnte er eventuell wieder damit beginnen seine Sorrentino Cooperazione ins Leben zu rufen! Er hatte von den Rangers erfahren wo man hier als Händler arbeit finden könnte und macht sich gleich auf den Weg um sich vorzustellen und seine Arbeitskraft anzubieten.
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#3
Möglich ist alles bei einer neuen Stadt, die vielleicht gerade erst entsteht. Aber Jacopo sollte sich auch bewusst sein, dass die Texas Traders hier sicherlich tätig sind. Der Aufbau einer zweiten Handelsgesellschaft, abgesehen von seiner jetzigen in Las Vegas, würde extrem schwer werden. Allerdings wäre es wiederum eher realistisch, wenn er hier schon mal Kontakte knüpfen könnte - vielleicht nicht unbedingt für den Import, aber doch zumindest für den Export aufgrund der Nähe zur Texanischen Konföderation.
Während der walrossartige Italiener zwischen den Zelten umherschlendert, muss er feststellen, dass hier zur späten Uhrzeit noch verhältnismäßig viel los ist. Dies ist allerdings nicht allzu überraschend, denn die Nächte im Ödland sind oft angenehmer als die Tage - wenn man nicht gerade von einer Horde Vipers hinterrücks überfallen wird versteht sich. So weht der erfrischende Wind New Mexicos um seinen extravaganten Bart und eventuell sogar der ominöse Hauch der Zivilisation.

Jacopo fragt ein paar der Bewohner, die an einer brennenden Mülltonne stehen. Die Leute sind erst irritiert, ob der Aufmerksamkeit, welche ihm ein so gut situierter Kerl wie der Italiener schenkt. Er erfährt von einer Bar in der Nähe der Garnison, in der gerade viel los sein soll. Zuletzt fragen sie den Händler noch danach, ob der Anzug jetzt weiß oder gräulich braun ist - der Dreck darauf scheint unübersehbar. Mit Depressionen im Hinterkopf, welche seine Denkfähigkeit belasten, macht er sich sogleich auf den Weg zur genannten Kneipe.
Je tiefer er in das Camp eindringt, desto besser scheint es den Leuten zu gehen. Vereinzelt sieht er bereits festere Häuser. Dazu gehört offenbar unter anderem die Kneipe, über deren Tür "Sidewinder Bar" in teils blinkender, zusammengewürfelter Schrift prangert. Am Rande des Gebäudes stehen zwei Leute und pissen gegen das Gebäude, das zur einen Hälfte aus Backsteinen und zur anderen aus Schrott sowie einem Wellblechdach besteht. Sie beachten den Mann mit dem Walrossbart nicht.

Der stämmige Nachkriegsitaliener betritt die geschäftige Bar, wobei er fast von einem betrunkenen Ödländer umgerannt worden wäre, der seinen Anzug womöglich noch mehr verdreckt hätte - einige Sekunden danach hört er hinter sich noch ein Kotzgeräusch, bevor die Türe wieder zufällt. Drinnen steigt ihm sofort der Geruch von gebratener Ratte, gemischt mit Schweiß in die Nase. Außerdem fällt ihm als Zweites die rothaarige Bedienung mit dem prallen Hintern auf. Die Kneipe selber scheint jedoch einem Wirt zu gehören, welcher gerade am Tresen der Bar mit verschiedenen Flaschen hantiert, während er gleichzeitig die dort sitzenden Texas Ranger bei Laune hält. Trotz allem zieht er sofort die Aufmerksamkeit der halben Kneipe auf sich, denn einen walrossartigen Italiener im weißen (verdreckten) Anzug sehen die Bewohner von Fort Davis wohl nicht alle Tage. Er kann sich jetzt aussuchen, ob er lieber die Bar aufsucht oder einen der freien Tische am Rande des Geschehens besetzt.
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#4
Als Jacopo bemerkt wie verschmutzt er ist, versetzt Ihm dies einen starken Stich. Er fühlt sich dreckig...beschmutzt und minderwertig. So verliert sich Jacopo kurzzeitig in seine depressiven Gedanken. Jedoch versucht er die Richtung zu halten, auf die ihn die Bewohner aufmerksam gemacht haben. Ehe er es sich versieht, hat er seine depressionen vorerst überwunden und findet sich in einer wohl mehr befestigten Gegend wieder. Hier gefällt es dem Italiener schon besser...er hat nicht vor so wie der Pöbel zu enden! Er bemerkt die beiden pissenden Gestalten vor der Bar und rümpft die Nase, während er seine Krawatte zurrecht rückt. Man könnte dies als einen kleinen Tick von ihm bezeichnen. Dann betritt er die Bar! Ein im wahrsten Sinne des Wortes "DRECKIGER" Ödländer hätte ihn fast umgerannt, doch er kann diesem zum Glück entgehen. Die Würggeräusche wiedern den Italiener an...doch für solche Gedanken ist nun keine Zeit. Er lässt den Blick durch die Bar schweifen...und bemerkt...dass er wohl wie ein bunter Hund auffallen muss. Dies war Jacopo jedoch gewohnt, denn so ging es ihm überall, da er im Gegensatz zu vielen anderen mehr auf sein äußeres achtete. Kurz rümpft er die Nase bei dem Geruch, doch gewöhnt er sich bald an diesen. Dann fällt ihm auch schon der süße Hintern der Bedienung ins Auge. Nach so viel Stress konnte er sich doch sicherlich noch einen kleinen "Snack" gönnen. Doch Jacopos divise lautet "Erst die Arbeit dann das Vergnügen". Jacopo entschließt dass seine Chancen auf Informationen steigen, wenn er zur Bar geht. Doch könnte er mit der rothaarigen Bedinung eher ins Gespräch kommen, wenn er einen der freien Tische wählt. Er wägt seine Möglichkeiten ab und entschließt sich letzendlich für dne freien Tisch. Jacopo konnte hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Durch seinen Zugang zum weiblichen Geschlecht könnte er sicher schnell ins Gespräch mit der Dame kommen. Ebenso hatte sie als gutaussehende Kellnerin sicher das meiste an Gerüchten in dieser Bar aufgeschnappt, da Leute besoffen sehr gesprächig wurden. Er lässt sich also nieder und wartet auf die Kelnerin. Er muss zugeben dass ein Stück Ratte gerade sicher auch das Loch in seinen MAgen füllen könnte. Er lehnt seinen Gehstock neben sich an den Tisch.
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#5
Und die Bedienung lässt nicht lange auf sich warten. Mit einem erfrischenden Schwung begibt diese sich zu Jacopos Tisch. "Na was haben wir denn hier für eine Schönheit, ein wahrer Paradiesvogel unter den Ödländern!", schallt die raue Whiskey-Stimme der Rothaarigen gen Italiener. Die Kellnerin ist vielleicht höchstens 30 Jahre alt, aber immer noch in Schuss als wäre sie 20. Wahrscheinlich hält sie die viele Bewegung bei der Arbeit fit, denn Jacopo kann sich aufgrund ihrer Tonlage gut vorstellen, dass sie nie etwas anderes gearbeitet hat. Dann fragt sie ganz ironielos und unverblümt: "Hat der feine Herr denn Durst oder Hunger?" Während sie auf eine Antwort wartet, bemerkt der walrossartige Händler einen nicht gerade schäbig gekleideten Mann, welcher sich in den letzten Minuten ab und zu in seine Richtung gedreht hat. Auf der Entfernung kann Jacopo jedoch nicht genau wahrnehmen, um wen es sich handelt, zumal er vermutlich davon ausgehen kann, hier im mehr oder weniger texanischen Gebiet niemanden zu kennen.
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#6
Jacopo lächelt, ob der erfrischenden Haltung der Kellnerin. Endlich ist er wieder in der "Zivilisation", was eher seiner Welt entspricht. Die letzten 24 Stunden waren für den Händler die pure Hölle. Diese Bar am Ende der Welt ist für ihn wie balsam. "Glauben Sie mir, die schöne Aussicht wird hier mir geboten!", sagt er verführerisch und lässt das unterschwellige Kompliment kurz nachklingen. Bardamen und Kellnerinen haben es dem Italiener schon immer angetan. "Mir wäre tatsächlich nach einem saftigen Stück der Ratte dort drüben und ein Glas mit starkem Wiskey.", Jacobo fällt noch während er spricht der Mann ins Auge der immer wieder zu ihm blickt. Er sorgt dafür dass sich die Blicke von ihm und dem Mann treffen. Er wendet sich wieder zur Kellnerin. "Aber ich scheine nicht der einzige hier zu sein der auf sein Äußeres achtet, der Mann dort drüben sieht auch nicht gerade wie ein Bettler aus...", sagt er mit einem nicken zu dem Mann hin, in der Hoffnung auf ein paar Informationen über ihn.
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#7
"Ich glaube Sie übertreiben!", erwidert die Bardame ob des Kompliments und zwinkert dem beleibten Italiener dabei keck zu. Sie notiert sich die Bestellung, während Jacopo weiterspricht. "Der wohnt in der Garnison. Wo die Texas Ranger sind, bringen sie wohl auch immer ein wenig Wohlstand mit nach einiger Zeit, zumindest für manche. Aber nicht, dass ich davon irgendwas verstehen würde", erzählt die Rothaarige mit naiver Miene. Dann verschwindet sie für ein paar Minuten. Der Mann beachtet ihn zwar nun erstmal nicht mehr, was nicht heißen muss, dass dies auch so bleibt. Relativ schnell bekommt Jacopo dann sein Essen und Getränk serviert. Auf dem Teller liegt ein schönes Rattenfilet, eines der besten Stücke von der Ratte, was wohl nicht durch Zufall dort gelandet ist. "Guten Hunger und Prost!" Anschließend verschwindet die Kellnerin so schnell wie sie gekommen ist, da ein paar Gäste den letzten freien Tisch besetzt haben und nicht minder hungrig und durstig aussehen als der walrossartige Händler.
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#8
Jacopo lässt sich die Worte der Bar-Dame durch den Kopf gehen. Eventuell war es ein kluger erster Schritt sich nach dem Essen mit dem Mann zu unterhalten, bevor er sich den Texas Rangern widmen sollte. Alles in Allem scheinen sie hier am Geldhahn zu sitzen, was natürlich nicht verwunderlich ist. Schließlich sind sie die Beschützer und gleichzeitig Verwalter des Dorfes. Zumindest hatte Jacopo dies so aufgefasst. Schon stellt man ihm das prächtige Filet und den Alkohol hin. Er nippt von dem Wiskey und spührt wie die brennende Flüssigkeit seine Kehle benetzt. Wahrlich ein Genuss! Es fühlt sich an als wäre dies der wohl edelste Tropfen den er seit langem getrunken hat, was wohl an seinen letzen Erlebnissen liegt. Er genießt jeden Bissen des Filets und trinkt genüsslich seinen Wiskey. Anschließend ruht er kurz nach italienischer Tradition vor sich hin und lässt das Essen sitzen. Letzendlich nimmt er sein Glas und seinen Gehstock zur Hand und läuft auf den Tisch des Mannes zu, der sich nach ihm umgesehen hatte. "Ein Getränk schmeckt doch am Besten in Gesellschaft, nicht wahr? Darf ich mich zu Ihnen gesellen?", sagt er mit einer höflichen Verbeugung zu dem Mann. Er nippt nocheinmal von seinem Drink.
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#9
Der Kerl am Tresen hat ebenfalls einen Whiskey vor sich stehen und bei der Wahl der Kleidung scheinbar einen ähnlichen Geschmack wie Jacopo - nur eben schwarz statt weiß. Als er sich dann setzt, trifft den Italiener fast der Schlag; er kennt diesen Mann! Nino D'Amico, seine rechte Hand bei der Sorrentino Cooperazione damals in Pueblo Nuevo. Der gut beleibte Händler ist quasi der Mentor vom kleinen Nino gewesen. An dessen Anzug kann er einen Pin der Texas Konföderation erkennen. "Jacopo! Ich habe mich schon gefragt, wann du dich endlich herbequemst." Dann reicht er seinem ehemaligen Boss erstmal die Hand und gibt ihm links sowie rechts einen Kuss auf die Wange. "Wie ist es dir in all den Jahren ergangen seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben? Ich hoffe doch sehr gut!", fragt der dunkelhaarige Mann mit dem Spitzbart und der kleinen Zwickerbrille.
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#10
Als er seine rechte Hand in dem Mann erblickt, steigt Freude in Jacopo auf! Er hätte nicht damit gerechnet, hier im Nirgendwo auf einen alten Bekannten zu treffen. Freudig gibt er seinem alten Freund und Kollegen die Hand und gibt auch ihm zwei Küsse auf die Wange. Dabei grüßt er seinen Freund auf Italienisch. Leider trübt sich die Laune von Jacopo etwas, als er den Anstecker auf dem Anzug des Mannes sieht, denn anscheinend ist er zu Jacopos eingeschworenen Feinden übergelaufen. Doch der Missmut verfliegt schnell wieder, denn im Kopf des Italieners wächst langsam der Keim einer Idee! "Nun du weißt doch, da wo es Handel und Zivilisation gibt, wird man mich immer finden!", sagt Jacopo lachend, während sein Wahlrossbart auf und ab hüpft. "Nun...das ist eine lange Geschichte...", sagt der Händler und nimmt einen großen Schluck Wiskey. Er erzählt von seiner eigenen Handelsgesellschaft die er aus der Asche seiner alten hat auferstehen lassen, von dem Raider Angriff und seiner anschließenden Flucht. "Aber genug von mir mein Freund, wie ist es dir ergangen?", fragt Jacopo interresiert, und bleibt weiter bei der Italienischen Sprache.
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#11
Nino hört seinem italienischen Landsmann aufmerksam zu während er hin und wieder an seinem Getränk nippt. "Oha... in der Tat, da hast du ja einiges erlebt seit Pueblo Nuevo... umso mehr freue ich mich, dass du dennoch wohlauf bist, mio amico! Las Vegas ist grundsätzlich keine schlechte Wahl, da es genau am Tor zum Südwesten liegt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass du es mit der dortigen Konkurrenz nicht ganz leicht hast: Far Go Traders, Water Merchants und insbesondere der Crimson Caravan, allesamt etabliert und aus der NCR." Der Händler leert seinen Whiskey und bestellt sich einen neuen. Hierbei lädt er außerdem seinen beleibten Ex-Boss ein, was ironisch ist, da sich beide so damals vor Jahren kennengelernt haben, nur dass Jacopo damals Nino D'Amico spontan eingeladen hat, in der Absicht diesen anzuheuern - auf Wunsch dessen Vaters, um eine alte Familienrechnung zu begleichen.

"Nachdem du weg warst, war ich erstmal mittellos und habe meine Familie mit dubiosen Geschäften über Wasser halten müssen. Was soll ich sagen, diese Branche war nie wirklich mein Metier, wie du ja bestens weißt. Hättest du mich nicht damals als Buchhalter für die Sorrentino Cooperazione engagiert, wäre ich sicherlich bereits längst in irgendeinem texanischen Gefängnis verrottet!", gibt Jacopos ehemaliger Protegé zu und kommt dabei über einen Lacher nicht hinweg. Dann erzählt er weiter: "Ich wünschte du hättest die Handelsgesellschaft weitergeführt. Mir ist natürlich klar, du hattest deine Gründe, dich nicht der Texan Confederacy zu beugen, wir hatten uns ja damals mehr als genug darüber unterhalten. Wer weiß, vielleicht hätte ich an deiner Stelle die gleiche Entscheidung getroffen."
Nun folgt ein größerer Schluck Whiskey, welcher durch einen anschließenden Seufzer begleitet wird. "Nichtsdestotrotz... nach deinem Gang ins Exil ist es nicht unbedingt besser geworden. Mittlerweile floriert der Sklavenhandel in Pueblo Nuevo mehr denn je; Schutzgeld für die Ärmeren vor den Toren der Stadt, die keine Bürger der TC sind, ist an der Tagesordnung. Viele im Händlerrat, zu dem ich mittlerweile auch gehöre, sind leider korrupt. Darüber hinaus ist der neue Vorsitzende eine Marionette der Texaner. Wahrscheinlich ist es deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich der Rat irgendwann selbst abschafft. Damit würde die Stadt endgültig ihre restliche Unabhängigkeit verlieren," erklärt er, spricht allerdings dann mit durchaus Trauer in der Stimme weiter, "All das, was unsere Eltern und Großeltern nach dem großen Knall dort aufgebaut haben, wäre einfach dahin..."
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#12
Während die beiden so gesellig beisammen sitzen, kommen bei Jacopo die Errinerungen hoch. Es ist fast wie ein Déjà-vu, denn der walrossbärtige hatte damals auch ihn eingeladen um ihn anzuheuern. Jacopo muss grinsen, ob der Analogien, die er gerade findet. Dann hört er seinem Freund zu wie er von den anderen Gesellschaften spricht. Zeitgleich rattert es im Kopf des Italieners, denn er arbeitet weiter an dem Plan den er gerade ausgeheckt hat. "Nun mein Freund...Konkurenz gab es schon immer...und wird es auch immer geben. Ich denke dass ich damit schon zurecht kommen werde. Doch erstmal muss wohl ein Grundstein gelegt werden. Ohne Kapital habe ich keine Chancen wieder Fuß zu fassen.", das stimmt natürlich nicht ganz, denn Jacopo ist sich sicher auch mit seinen jetzigen Resourchen und seinem enormen Handelsgeschick, genau die richte Verkaufsstrategie zu finden. Doch es spielt ihm eher in die Tasche, wenn er bei seiner erzählten Geschichte bleibt.

Jacopo hört seinem ehemaligen Protegé aufmerksam zu und zieht so viele Informationen aus seiner Erzählung wie möglich. Sein Blick trübt sich...ob dieser abscheulichen Art zu handeln. Er nimmt auch einen großen Schluck des Whiskeys, schwenkt ihn kurz im Mund. Er genießt das brennende gefühl, bevor er den leckeren, leicht rauchigen Tropfen herrunter schluckt. "Das klingt ja schrecklich, mio amico! Es wäre doch absolut verwärflich das Werk unserer Vorfahren so verkommen zu lassen.", Jacopo ist anzumerken, dass ihn die Idee des Sklavenhandels anwiedert. Schon in alter Zeit hat er oft zu verstehen gegeben, dass er Menschen niemals als Ware ansehen würde! Nun ist der Italiener sogar noch entschlossener! "Mein Freund...ich denke es wird Zeit dass wir uns zurückhohlen was unsere Eltern und Großeltern aufgebaut haben!", sagt Jacopo, sich leicht zu seinem Freund hinüber beugend. Mit einer Hand auf dem Tisch und der anderen in der Luft gestikulierend, wechselt er zu seiner Landessprache. Diese Pose kennt der Mann nur zu gut, denn er hat Jacopo schon viele große Aufträge in dieser Geschäftigen Pose an Land ziehen sehen, auch wenn sie fast Hoffnungslos verloren waren. Nun versucht Jacopo seinen Plan mit all seiner "Überredungskunst", in die Tat umzusetzen. "Mein Freund...denkst du nicht, dass es an der Zeit ist, uns zurück zu hohlen was einst unsere Ahnen als Ideal aufgebaut hatten? Die Ehre des ganzen Rates und sein Andenken stehen auf dem Spiel...genau wie die Ehre unserer Familien!", die Landessprache - Italienisch - verwendet Jacopo in der Hoffnung dass niemand sie belauschen kann. "Gibt es denn niemand anderem im Rat der sich mit dir gegen diese Barbarrei stellt? Ach wenn ich doch nur auch dem Rat beitreten könnte um dich zu unterstützen...doch das wird nicht möglich sein. Dennoch...dennoch mein Freund, denkst du nicht, dass es an der Zeit ist diese Tyrannei und Korruption zu beenden? Ich würde mir wünschen dich an meiner Seite zu wissen mein Freund! Lass uns zusammen wieder einen Handel und Ort des ehrlichen und rechten Handel eröffnen! Es wird zeit die Herrschaft der TTC zu beenden und endlich wieder frei und ohne gewalt Handel zu führen, wie in der alten Zeit!", dann hält Jacopo inne und lehnt sich seufzend zurück. Er nimmt einen Schluck von seinem Getränk und wendet sich dann wieder seinem Gegenüber zu. "Tut mir leid...es ist mit mir durchgegangen...vergiss was ich sagte...das ist sicher zu viel verlangt...du würdest mir wie damals nur wieder ins Verderben folgen.", natürlich gehört auch das zu Jacopos plan, doch lässt er sich hierbei nichts anmerken...sein Plan steht fest...doch hat er das Gefühl, dass er ersteinmal zurückrudern muss um seinen alten Freund an Bord zu hohlen. Er errinert sich gut an Ihn und hofft das sein Charakter im tiefen inneren gleich geblieben ist und die Dankbarkeit zu Jacopo überwiegt.
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