Episode I: Die Geister von Dathomir
#41
Die Blaumänner klatschen und freuen sich, sie blicken zufrieden drein und möchten am liebsten gleich voller Euphorie aufbrechen. Allerdings sind sie trotzdem damit einverstanden, wenn nötig auf die Gruppe zu warten. "Wir hier auf euch warten. Großer Krieger müssen mächtige Waffen holen, das klar sein", meint der Blaumann, während ihm der andere bestätigend zunickt. Nach allem was Gwenn weiß, würde die Beschreibung beim ersten Gedanken in der Tat auf einen Rancor passen. Diese Tiere sind hier auf Dathomir beheimatet, weshalb es nicht ungewöhnlich wäre, falls der primitive Stamm von einem bedroht wird. Sobald die graue Jedi zur Lightbringer zurückkehrt, würde sie des Weiteren auf dem Weg dorthin V-Dar begegnen, welche ihr das berichten würde, was sie selbst im Zuge der Schiffsregistrierung in Erfahrung gebracht hat.

Indes bleibt Pumpkin bei den Blaumännern und versucht weitere Informationen über das "Monster" zu sammeln. Die Primitivlinge fangen auf seine Fragen hin sofort wieder damit an, wild vor sich hin zu gestikulieren. So bekommt er zwar keine präzisen Infos, doch diese reichen für eine allgemeine Einschätzung: ca. 3-4 Meter, immer dasselbe Monster (wegen einer Verletzung am Auge durch den Speer eines Blaumanns), hat sowohl aus dem Hinterhalt zugeschlagen als auch offen und es wird schon lange nicht mehr vom Stamm gejagt. "Mehr wir nicht wissen und sagen können, Monster selber zum Glück noch nie gesehen! Doch ein Stammesbruder bei Kampf überlebt hat, weiß mehr als jeder andere."
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#42
Der Droide hat sich etwas mehr erhofft, mehr Detailinformationen, doch die Blaumänner geben nochmal genau das gleiche wieder, wie zuvor auch. Selbst in deren Muttersprache zu sprechen, hat nichts gebracht. Er bedankt sich für das Gespräch und geht zur Gruppe gen Lightbringer.

Pumpkin selbst muss nichts in Shuttle. Er hat weder Sprengstoff, noch schwere Waffen gelagert, die vielleicht nützlich sein könnten. Er hofft nur, dass die anderen genügend Feuerkraft aufbringen könnten, dass er im schlimmsten Fall nicht zu Metallschrott verlegt wird und auf diesen beschissenen Planeten verrostet.

Was mit den Anderen passiert, ist ihm sonderlich gleich. Hauptsache sie sind zu etwas Nutze. Doch sollten sie drauf gehen, würde es den Droiden nicht stören - sofern es nicht Gwenn ist. Immerhin haben sie eine Vereinbarung getroffen und er ist am Wissen der grauen Jedi interessiert. Im extremsten Fall, könnte er auch auf sie 'verzichten', was aber mehr ärgerlich wäre, weil somit hätte er sich wieder auf ein Geschäft mit diesen 'Machtsensitiven' eingelassen, worauf er nie sonderlich erpicht ist. Immerhin kann er sich gut an seine letzten "Meister" erinnern. Ein haufen fanatischer Sith-Anhänger. Verblendet, blind und stoisch. Doch die Vergangenheit ist beendet, genauso wie die Leben der wertlosen Fleischsäcke, die meinten, ihn benutzen zu können.

Noch heute geht er mit gewisser Wonne die Erinnerungsprotokolle durch, über das Chaos, das Leid und Elend, die Schreie, all das Blut, wie er einen Sith-Anhänger-Fleischsack nach dem anderen atomisiert hat.
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#43
Mehr Informationen werden wohl nur beim Überlebenden in Erfahrung gebracht werden können. Doch zumindest dies hat Pumpkin herausgefunden. Danach erhält er von V-Dar dieselben Informationen wie die anderen. Hierbei kann er auch einen Blick auf das Jobangebot werfen, das es wohl beim besagten Kontakt geben würde.

R9-T3 wartet ebenfalls vor dem Schiff. So ganz scheint er dem HK-Droiden nicht zu trauen. Im Binärcode spricht er seinen Artgenossen an: "Droiden wie du hecken immer etwas aus. Aber du tust gut daran, uns nicht zu betrügen." Dabei lässt der Astromech fast unmerklich seinen Ionenwerfer aufblitzen. Ein Treffer von diesem wäre selbst für Pumpkin in der augenblicklichen Situation verheerend. Sicherlich kann R9 nicht die Schaltkreise von ihm lesen, daher kann es einfach nur die natürliche Paranoia des kleinen Droiden sein.
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#44
Dass es einen Überlebenden gibt, der vielleicht mehr über dieses "Monster" berichten kann, ist vorteilhaft. Auch wenn der Droide nicht sonderlich darauf erpicht ist, im Djungel nach diesem zu suchen. Städte, wo viel Publikumsverkehr ist, ist mehr sein Metier. Das Gute bis jetzt ist aber auch V-Dar's Info vom Jobangebot. Informationen sind meist wertvoller als Credits. Wer weiß, wann man sie später gebrauchen konnte.

Am Schiff angekommen, wartet der Astromechdroide und spricht Pumpkin an, worauf dieser sich den kleinen Kameraden widmet. In Binär:

"Kennst du denn noch mehr Droiden wie mich? Könnte ich lachen, würde ich es jetzt tun. Entspann dich. Ich hab eine Vereinbarung mit Gwenn geschlossen und meine Programmierung zwingt mich, dies einzuhalten. Wenn du Glück hast, werde ich bei einer Mission in meine Einzelteile zerlegt, dann bist du mich los."

Ein kurzes Schweigen setzt ein, bis er hinzufügt, dabei aber den Ionenwerfer weiterhin ignoriert:

"Doch wenn du Pech hast..."

Wäre er ein Organischer, würden sich nun seine Mundwinkel verziehen zu einem grinsen. Er will den Kleinen nicht drohen, eher damit andeuten, dass er Pumpkin noch nicht los wird. Immerhin sieht der HK-Droide den kleinen Astromech eher als "Freund" an, als der Rest der organischen Substanz, die sich "Lebewesen" nennen.
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#45
Riv widerspricht Gwenn vor den Wüstenbewohnern nicht, sondern nickt diesen noch einmal bestätigend und voller falscher Zuversicht zu, ehe er sich stumm an die Fersen der älteren Frau heftet. Erst als sie aus der Hörweite ihrer Handelspartner heraus sind, wendet er sich an sie. "Eh... zwei Dinge. Erstens, ich glaube, dir ist entgangen, was wir jagen sollen. Es ist... groß. Angeblich ist sein Speer so groß wie unser Protokolldroide." Da er sich immer noch nicht sicher ist, ob sie blind ist oder zumindest teilweise blind, sieht er sich in der Pflicht, sie darauf hinzuweisen. Darauf... und auch noch auf ein anderes Problem.

"Und ja... ich war beim Militär. Aber ich würde mich jetzt wirklich nicht als Spezialist für Monsterjagden bezeichnen. Habe auch gar nicht die Sorte Waffen dabei, die man dafür vermutlich braucht. Also ich sehe nicht wirklich, wie wir dem Ding gefährlich werden wollen. Reittiere bringen uns nichts, wenn wir alle zerkaut und ausgespuckt im Sand liegen. Und so wie das Vieh klang, ist es vielleicht sentient, aber das alleine ist keine Garantie dafür, dass wir mit ihm verhandeln können!"

Bei der Lightbringer wieder angekommen, lehnt er sich außerdem diskret zu V-Dar hinüber und fragt sie leise: "Psst... sag mal, seh ich für dich wie ein 'großer Krieger' aus?!?!" Vermutlich wird er darauf nur einen spöttischen Blick als Antwort ernten, aber so ganz erklären kann er sich das Verhalten der Blaumänner immer noch nicht, und es wäre schon interessant zu wissen, ob die gesamte Gruppe Gwenns Fehleinschätzung seiner Fähigkeiten teilt, oder ob sich nur die Wilden und die Blinde hier einig sind.
Courage is what it takes to stand up and speak; courage is also what it takes to sit down and listen.
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#46
Auf den Kommentar von Riv, ob Gwenn sich sicher sei, da das Monster sie alle immerhin zerkauen und ausspucken könnte, musste der Droide unweigerlich lachen, was wirklich unheimlich klingt, aufgrund seiner metallischen Sprachbox.

Der Droide hatte kein Bild von dieser Vorstellung, doch er ist sehr erpicht darauf, dies protokollieren zu können.
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#47
"Das sind alles gute Einwände - und ich verstehe deine Bedanken." nickt die Jedi verständnisvoll. "Aber ich glaube, dass du das Monster durchaus töten kannst -", sie hebt einen Finger, ehe ihr Riv widersprechen kann, "- mit ein wenig Hilfe. Oder auch mit sehr viel Hilfe, das spielt gar keine Rolle. Es muss am Ende nur für die Einheimischen so aussehen, als hättest du das Vieh erlegt."
Sie zieht ihre zwei Vibroklingen aus den Halterungen am Rücken, welche unter der Robe versteckt waren, und reicht sie Riv. "Die sind eines Kriegers würdig. Und jetzt aufgepasst, unser Plan ist wie folgt.", wendet sie sich an die gesamte Truppe.
"Wir lassen die Wüstenbewohner im Glauben, dass Riv ihr Monster erlegen kann. Sie führen uns dann zu diesem und wir studieren es gründlich, bevor Pumpkin oder ich schliesslich die nötigen Massnahmen ergreifen. Sind noch Fragen?"
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#48
Rivs Mund öffnet sich protestierend, aber er gibt keinen Ton von sich. Stattdessen aktiviert er eine der beiden Klingen und bewegt sie probeweise, wirbelt sie sogar einmal spielerisch um seine Hand. Dann nickt er Gwenn zu, ehe ihm klar wird, dass er immer noch nicht sicher ist, ob sie das sehen kann.

Ihm ist immer noch nicht so ganz wohl bei dem Gedanken, ein Monster zu erlegen - sei es nun mit oder ohne Hilfe. Dazu kommt, dass er ungern Dinge tötet. Er hat bereits zuviel Tod für ein Leben gesehen, dafür verantwortlich zu sein, fühlt sich falsch an. Und er ist auch eher skeptisch, ob die vielleicht-doch-nicht-Blinde und der bewaffnete Protokolldroide wirklich so viel bessere Krieger sein können als er. Manchmal muss man jedoch Vertrauen in andere fassen, und allein die Tatsache, dass die Weißhaarige offenbar versteckt Vibroklingen mit sich herum trägt, spricht dafür, dass sie auf sich aufpassen kann oder doch zumindest nicht vollständig hilflos ist.

"Eine Frage, ja. Treffen hier in einer Viertelstunde?" Riv weiß ja nicht wie es den anderen geht, aber er möchte dann doch lieber noch schnell seinen Blaster holen und seinen Medikamentenrucksack so umpacken, dass er notfalls schnell an alles Wichtige ran kommt.
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#49
"Ja das ist gut, aber zu lange sollten wir unsere neuen Bekannten nicht warten lassen." meint sie und würde, sofern keine anderen Fragen gestellt werden, zurück in ihre kleine Kabine gehen, um sich neu auszurüsten. Dazu gehören sowohl die weissen Kleider, wie auch ihre Medizin und ihr Equipment, um notfalls in der Wildnis überleben zu können. Gerade als sie ihre Lichtschwerter in der Robe verstaut, fällt ihr ein, dass sie wohl auch noch ihren letzten Fahrgast über ihre Pläne informieren sollte. Am besten würde er sie begleiten, so wie sie ihn einschätzt könnte er sich nämlich auch als nützlich erweisen.
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#50
Für den Droiden gibt es derzeit wenig zu tun oder zu sagen. Eher ist er überrascht, dass die Jedi zwei Vibroklingen aus dem "Nichts" empor zaubert, was dem Droiden nur zeigt, dass Machtsensitive Wesen doch die schlimmsten Feinde sind. Ob der Droide etwas mit einem Blaster ausrichten kann, sei mal dahin gestellt, doch sein großer Plan ist zu wichtig, als dass er hier in Einzelteile zerlegt werden würde.
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#51
Eine knappe Viertelstunde später hat Riv seinen Rucksack fertig gepackt. Er fühlt sich der Queste immer noch nicht so wirklich gewachsen, aber definitiv etwas besser für medizinische Notfälle gerüstet. Gwenns Vibromesser hängen an seinem Gürtel, eines rechts und das andere links. Den Blaster hat er ebenfalls an seinem Gürtel befestigt und kommt sich in seinem Aufzug regelrecht martialisch vor. Das letzte Mal so viele Waffen hatte ich in der Armee... Er verbannt den Gedanken, kaum dass er ihm durch den Kopf schießt, und konzentriert sich lieber auf die Aufgabe vor ihm.

Sicherheitshalber packt er noch etwas Proviant und seinen Schlafsack zusammen, man kann ja nie wissen, wie lange solche Abenteuer dauern (zumindest sagt ihm das seine Lektüre einschlägiger Abenteuerromane). Einfach alles könnte passieren! Fast freut er sich ein wenig auf das Bevorstehende. Nicht auf das Töten - aber auf das Abenteuer. Wie viele Chancen wird er in seinem Leben sonst noch haben, ein waschechtes Sandmonster aus der Nähe zu sehen und ein Held in den Augen von Stammesleuten zu sein?

Auf seinem Weg nach draußen klopft er, sofern es Gwenn noch nicht erledigt hat, bei dem ihm noch fremden Fahrgast an, steckt wenn möglich den Kopf durch die Tür und setzt den Anderen davon in Kenntnis, dass sie los wollen. Dann macht Riv sich auf den Weg nach draußen, um dort auf seine Gefährten zu warten.
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#52
Immer noch draußen, knapp an der Ladeluke, steht der Droide - fast wie angewurzelt - immer noch wo er einst stand, wartend. Für ihn gibt es so oder so wenig zu tragen. Das, was er braucht, hat er in seinem "Handgepäck" immer bei sich, einen Blaster zum töten, ein Reparaturkit auf den Rücken zum reparieren kleinerer Schäden und einpaar Credits in seinem Fach. Größere Sachen kann er eh nicht transportieren, wozu auch?! Ein Drehmomentschlüssel ist zu wertvoll, um es als Waffe - jemanden an den Kopf zu schmeißen und - zu verschwenden.

Als der Droide Riv die Luke herunter wandern sieht, vollbepackt, spricht er ihn an:

"Frage: Alles dabei? Fragende Schlussfolgerung: Oder willst du uns schon verlassen?"

Abgesehen davon, dass jeder Fleischsack dem Droiden suspekt vorkommt, kann er diesen Riv (noch) nicht einordnen und beobachtet ihn genau.
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#53
Riv bleibt stehen, sobald er bemerkt, dass er plötzlich mit dem mechanischen Zweibeiner alleine ist. Das ist ihnen bisher noch nicht passiert und er kann nicht leugnen, dass ihn der "Protokolldroide" mit seinem riesigen Blaster ein wenig nervös macht. Außerdem ist er, wie gesagt, für Riv bisher "nur" ein Droide und sinnvolle, tiefgründige Gespräche mit einer Maschine zu führen erscheint ihm wenig sinnvoll.

Trotzdem er es also besser zu wissen glaubt, meint Riv, dass er in der Stimme des Anderen eine Spur Sarkasmus herauslesen kann. Oder, hinten raus, sogar eine leise Hoffnung? Bah, das bilde ich mir nur ein. Droiden haben keine Hoffnungen und wohl kaum Sinn für Humor, außer jemand fand es amüsant, ihm sowas in seine Programmierung zu schreiben. Sarkasmus von einem Wesen, das mit Intonationen nicht spielen kann, ist aber bestenfalls verwirrend. Von daher - wohl kaum.

"Ich hoffe ich habe alles was wir brauchen könnten," beantwortet er die Frage, als wäre sie frei von jeder Form von Seitenhieb gewesen. "Aber da ich nicht weiß, was dort draußen auf uns wartet, und ich bei Weitem nicht alles dabei habe was ich für eine Notfalloperation benötige, kann ich es nicht mit Bestimmtheit sagen. Hoffen wir einfach, dass es dazu nicht kommt."

Er tritt von der Ladeluke und stellt seinen ganzen Kram erstmal auf dem Boden ab, das Zeug wiegt ja doch und wer weiß, wie lange der Rest der Mannschaft sich noch Zeit lässt. Obwohl er sich dabei ein wenig dämlich vorkommt, wendet sich der junge Arzt jetzt an seinen mechanischen Gefährten, und fragt mehr um die Stille zu überbrücken: "Sag mal, wie lange gehörst du Gwenn eigentlich schon?" Vielleicht kann er ja über den Droiden ein paar Informationen über die geheimnisvolle vielleicht-Blinde herausfinden?
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#54
Es scheint so, dass der Mensch ein gewisses Unbehagen oder Vorbehalte gegenüber Droiden hat, das Verhalten und Reaktion auf seine Präsenz kennt er zu genüge. Sehr oft hat er dieses Verhalten bei Fleischsäcken studieren können. Wie man ihn als "Objekt" behandelt. Auf Riv's Kommentar hin, dass er hoffentlich alles dabei habe und das Beste hoffe, erwidert er nur knapp amüsiert:

"Sarkastische Aussage: Mit Glück ist der erste Angriff gleich tötlich, dann erspart ihr euch die rettenden Maßnahmen und das Elend."

Manchmal bereut der Droide es, keine Mundwinkel zu besitzen, weil wenn er gewisse Muskeln im "Gesicht" hätte, könnte er so manchmal den einen oder anderen Ausdruck zeigen, so wie in diesem Fall: ein süffisantes, breites Grinsen. Wortlos sieht er, wie Riv sein Gepäck abstellt und wohl ein Gespräch anfängt, wohl um die Stille zu kompensieren. Auf Riv's Frage hin, kann der Droide nicht anders, als diesen weiter zu verarschen:

"Erklärung: Ich gehöre Gwenn nicht und Gwenn ist nicht mein Meister.",

eine kurze Pause setzt ein.

"Amüsierte Aussage: Es ist sogar anders rum. Gwenn gehört mir. HA HA HA."

Das Schwere bei einem Droiden ist, aus der Tonlage zu erfahren, wie dieser etwas meint. Daher auch Pumpkin's "Lache". Von außen konnte man nicht unterscheiden, ob dies ein diabolisches oder amüsiertes Lachen sei. Daher ist bei Protokolldroiden stets die "Art der Aussage" am Anfang wichtig - "amüsiert, erklärend, zynisch, herablassend, beschwichtigend etc.". Wieder ein schweigen und wieder könnte Pumpkin breit grinsen, doch kann dies leider nicht. Doch bevor die Pause zu lang wird, erklärt er sachlich:

"Sachliche Aufklärung: ICH, bin ein autonomer Droide, frei jeglichem Besitzanspruchs und organischen Fesseln."

Es ist ungewöhnlich, dass ein Droide von sich in Singular spricht. Man könnte es noch als Eigenart eines Protokolldroiden schieben, da diese schon von "sich" (/ich) sprechen könnten (siehe C3PO), doch da Pumpkin erklärt, dass er keinen Meister habe, ist schon ungewöhnlich.
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#55
"Und ICH..", beginnt Gwenn, welche nun ebenfalls auf der Laderampe erscheint - und zumindest einen Teil des Gespräches mitbekommen hat. "..glaube die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wir haben einen Deal, und ich wäre froh wenn ich mir diesbezüglich keine Gedanken über Loyalität und Gehorsamkeit machen muss. Eigentlich komisch, ich dachte Droiden sind nicht so vergesslich wie organische Lebensformen - insbesondere nicht Protokoll-Droiden?"
Sie betont das Wort Protokoll absichtlich ein wenig härter, um den Droiden daran zu erinnern, dass er in einer Situation ohne Bedrohung auch besser in dieser Rolle bleibt.
Tatsächlich weiss Gwenn selbst nicht wie weit sie Pumpkin trauen kann. Wie er selbst sagte, ist er ein autonomer Droide - und gehorcht niemandem. Somit ist alleine die Frage entscheidend, welche Ziele er dank seiner Programmierung verfolgt und wie er sich errechnet diese zu erreichen. Solange sie dies nicht mit Sicherheit weiss, ist und bleibt der Droide eine potentielle Gefahr und sie kann nur hoffen, dass er so handeln wird, wie es vereinbart wurde.
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#56
Pumpkin ist wirklich überrascht, dass Gwenn auf einmal auftaucht und das soll was bedeuten - bei einem Attentäterdroiden. Nichtsdestotrotz muss der Droide auf die Situation reagieren:

"Verlegene Aussage: Es scheint so, als müsse ich noch an meinen "Witz-Programmen" arbeiten. Beschwichtigende Aussage: Deal ist Deal und daran halte ich mich auch. Die Vereinbarung wird eingehalten, wie abgesprochen. Bestärkter Ausdruck: Es gibt keinen Grund an meinen Worten zu zweifeln. Auch wenn wir unterschiedlichster Bauweise sind, ich halte mein Versprechen."

Aus der Sicht des Droiden ist die Situation geklärt und somit auch sein Standpunkt. Für ihn gibt es keinen Grund, sich nicht an die Abmachung zu halten. Immerhin wurde ihn als Gegenwert etwas versprochen, das wertvoller als Credits ist und das wird er für kein Geld auflösen. Man dürfte zwar auch gerne die Bestechlichkeit des Droiden anzweifeln, doch in diesem Fall ist er nicht mal dies. Das Wissen, das Gwen in die Waagschale geworfen ist, lässt sich mit keinem Wert ausgleichen. Und sollte doch jemand so wahnsinnig sein, den Droiden eine horende Summe anzubieten, steht er eine Sekunde davon entfernt, nicht sofort erschossen und ausgeraubt zu werden.

Pumpkin ist zwar unberechenbar, aber auch kein Idiot. Menschen würden es wohl "Reputation" nennen, doch sollte der HK-Droide seinen Auftraggeber erledigen, wäre dies schädlich fürs Geschäft.
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#57
Tatsächlich ist der verbliebene Passagier mittlerweile unangekündigt mit Sack und Pack verschwunden, was die Gruppe zu ihrem Leidwesen feststellen muss. Es gibt keine Anzeichen, wohin er verschwunden sein könnte, aber insgesamt gesehen ist er ohnehin sehr mysteriös gewesen. Anschließend bleibt der Crew nichts anderes übrig, als sich wieder zu den Blaumännern am verabredeten Treffpunkt zu begeben. Von da aus brechen sie dann gemeinsam auf den Bolmas hinaus in die offenbar unendliche Blauwüste auf.
Die Reittiere erleichtern den Weg durch die Wüste ungemein. Und obwohl die Orientierung hier relativ schwer ist, weil einfach alles gleich aussieht, wissen die Stammesgebrüder allem Anschein nach den Weg genau. So passieren die Gefährten Düne um Düne, sogar einen größeren Sarlacc und können dabei noch knapp einem Sandsturm ausweichen, der kurz vor ihrer Kreuzung glücklicherweise die Richtung wechselt, wodurch die Blaumänner nicht minder erleichtert sind. Alsbald darauf erreichen sie dann ihr Ziel.

Es handelt sich um eine Siedlung, wenn man es denn so nennen mag: einige aufgeschlagene Zelte direkt an einer Oase, die teilweise von Bolmas umringt sind. In der Mitte des kreisrunden Lagers befindet sich eine größere Kochstelle, wo bereits etwas am Brutzeln ist. Der im Augenblick seichte Wüstenwind trägt den Geruch von scharfem Essen zwischen die Zelte hindurch an die Nasen der Crew. Hie und da tummeln sich neben den Zelteingängen ein paar Handwerker, die schnitzen, töpfern oder sägen. Im Hintergrund der Szenerie ist die Sonne im Begriff vom Horizont verschluckt zu werden, weswegen der Himmel teilweise in eine scharlachrote Farbe getaucht wird. Insgesamt scheint der Stamm ein primitives, wenngleich bescheidenes und zufriedenes Leben zu führen. Wäre da wohl nicht die Gefahr, welche vom Sandmonster ausgeht. "Lager frisch aufgeschlagen, wir suchen Krieger, der Monster überlebt hat. Ihr hier warten, wir euch dann abholen und zu ihm bringen", meint einer der beiden blauen Führer. Im Anschluss daran verschwinden beide.
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#58
Die Reise vom Schiff zum Lager erweist sich fast als abenteuerlich. Pumpkin bemerkt, mit was für einer Sicherheit sich die Blaumänner durch die Gegend navigieren. Er selbst zeichnet den Weg auf, doch würde er sich verirren, hätte er ein echtes Problem. Selbst mit Aufzeichnung des Weges, sieht die Gegend alles gleich aus.

Als sie durch die Wüste laufen, ist der Droide nicht sonderlich erfreut. Immerhin versinkt er Schritt für Schritt immer wieder leicht in den Sand und der Sand ist nicht gut für seine mechanischen Gelenke und Schaltkreise. Für einen Augenblick bereut er es überhaupt mitgekommen zu sein.

Am Lager angekommen, schaut sich der HK-Droide um und sieht eine kleine Zelt-Siedlung. Eines der Blaumänner sagt, sie sollen warten, während er den überlebenden Krieger holt. Soweit der Droide die Gegend erkundet hat, lässt sich sagen, dass die Wüste der schlechteste Ort für eine mögliche Basis ist. Der Wald eher sich dafür eignet oder gar angrenzend an eine Oase. Interessant wäre es noch, die Berge zu erkunden, doch dem Droiden ist jetzt schon klar, sollte er - auf kurzer oder langer Sicht - sich hier niederlassen wollen, bräuchte er eine Menge "Feuer"kraft, um sich gegen die hiesige Vegetation und Bewohnern wehren zu können - abgesehen von der Bergbauausrüstung selbstverständlich.

Während der Droide mit den Anderen wartet, wertet er alle gewonnenen Daten aus, inwieweit sie ökologisch, ökonomisch und taktisch verwertbar sind.
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