Kapitel 6: Verbrannte Erde
#21
Die Beine des Samurais sind schwer wie Blei, er kommt kaum voran, fühlt sich fast schon wie paralysiert. "Du? Aber wie willst du das machen... wenn du hier bist!? Wo und vor allem wann willst du mich fertigstellen!? Antworte!", hallt das Echo mit Nachdruck aus den Tiefen der Schatten empor direkt an Jizais Ohr. Sein Vater nimmt das Nagato und verschwindet erneut zum Schmiedefeuer, jener wirkt auf einmal unglaublich weit weg. Und je näher der Krieger versucht heranzukommen, desto größer wird die Distanz zwischen ihm und der mystischen Schmiede seines Meisters. Gleichzeitig steig ihm der Geruch von Salpeter, Asche und verbranntem Holz in die Nase, was ihn unweigerlich an die Ereignisse in der Miene erinnert. Plötzlich ist ihm auch gar nicht mehr kalt, sondern brennend heiß, heißer als vor jedem Schmiedefeuer, vor dem er je stand, heißer als überhaupt jemals zuvor!
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#22
Jizai wird plötzlich weiter vom Geschehen weggetriegen, doch NEIN, er will diesen Ort nicht verlassen bis er seine Intensionen klargestellt hat! Doch je mehr der Japaner kämpft, desto weiter entfernt er sich von der Klinge. Die plötzliche Hitze umfängt ihn wie ein brennendes Inferno...und ihm wird klar, dass sein Körper wohl in einem solchen liegen musste! Jizai öffnete den Mund, den stechenden Blick auf seinen Vater gerichtet und auf das verfluchte Schwert! "Nagato! Leihe mir deine Kraft um erneut in die Schlacht zu ziehen! Ich werde aus diesem Ort entfliehen und...", Jizai wählt seine Worte nun mit Bedacht und Entschlossenheit! Sogleich beendet er seinen Ausruf mit einem Versprechen...das nun tief in seiner Seele lodert! "Deine Schneide möge geschliffen werden, an den Knochen meiner Feinde! Möge das Blut derer, die sich mir oder meinem Waffenbruder Shi'rûk in den Weg stellen das Schmiedefeuer sein in dem du gehärtet wirst! Möge mein Schmiedehammer dir den letzten Schliff und meine Signatur einprägen...stolz...soll meine Seele und mein Name die Klinge zieren die ich fertig stellen werde!", das Japanisch fließt nur so aus Jizai herraus...wie ein Schwur...ein unbrechbarer Schwur! Dann zwingt sich Jizai ins Diesseits zurückzukehren um erst Shi'rûk bei seinem Vorhaben zu unterstützen...dann die Schmiedegilde zu übernehmen...und schließlich das Nagato fertig zu stellen!
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#23
"Du musst, denn so schnell finde ich niemand anderes, der mich nährt... immer weiter nährt und stärker... stärker... viel stärker machen wird!", hallt das dunkle Echo allumfassend durch die brennende Schattenlandschaft, die sich langsam aber sicher beginnt zu lichten. Plötzlich verschwindet die stechende Hitze und weicht einer bedrückenden Kälte. Er fühlt sich wie einem Fluss, dem er jedoch ausgeliefert zu sein scheint. Jizai glaubt wenig später, dass er die Augen offen hat, doch ist nach wie vor alles schwarz wie die tiefste Nacht dunkel. Ob er sich im Diesseits befindet ist fraglich. Vielleicht ist der Schwur auf das Nagato schon der Prolog zum Himmel gewesen? Dann, eine Leere erfüllt unweigerlich sein Inneres. Er spürt, dass ihm etwas fehlt, etwas sehr Wichtiges... um weiter überleben zu können; so als hätte man dem Schmied die Luft zum Atmen geraubt!


OT: Mali-Parade --> -1 ST, -1 AU, -1 WA, -1 CH, -1 IN, -2 BE, -2 GL, -3 MR
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#24
Die letzten Worte des Nagatos noch im Kopf hallend. Plötzlich wird die Hitze zu einer unerträglichen Kälte. Der ganze Körper des Japaners brennt unter dem plötzlichen Sinneswechsel. Es fühlt sich fast so an als wäre er in einem Fluss....einem endlosen Fluss dem er nicht entfliehen kann. So treibt der Körper von Jizai dahin...und er fragt sich ob er wohl bereits in das Reich der Toten eintritt. War dies das Ende seiner langen Reise? Ist sein Schwur etwa schon gebrochen bevor er jemals wieder einen Hammer in den Händen halten konnte? Irgendetwas scheint ihm zu fehlen...er fühlt sich unkomplett und versucht sich zu errinern was er braucht um weiter zu leben. Und dann trifft es ihn wie ein Schlag! Er fühlt sich als würde er sich im Wasser befinden! Einer eingebung folgend wird ihm klar, dass ihm tatsächlich der Sauerstoff fehlt. Er versucht seine trägen Glieder zu lokalisieren und sich zu orientieren damit er an die Wasseroberfläche schwimmen kann. Sein überlebenstrieb setzt ein. Trotz der Panik die ihn kurz umgeben hat versucht er kühlen Kopf zu bewahren und einen ausweg zu suchen. Er versucht also an die Oberfläche des Flusses zu schwimmen. Er versucht seine Augen zu öffnen um mehr zu sehen, falls er dies nicht wirklich schon getan hat.
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#25
Mit einem Mal wird Jizai aus dem Fluss gerissen. Er ist ganz nass, so als hätte ihn jemand mit Wasser übergossen. Auf ihm liegt eine Decke, aus der er sich zunächst befreien muss. Und dunkel ist es immer noch... aber diese Dunkelheit ist anders. "Freund... du noch leben! Dank den Sternen!", hallt Shi´rûks Stimme durch das klamme Schwarz, das ihn umgibt. Der fast verblasste Geruch von Fleisch umschmeichelt seine Nase. "Oh, Entschuldigung. Ich vergessen... Helröm... Helromier blind bei Nacht." Eine Fackel erhellt den Raum, wodurch der Ginji sieht, wo er sich eigentlich momentan befindet: Scheinbar in einer Art Räucherkeller, wenn er das richtig deutet. Erst jetzt wird ihm jedoch klar, dass ihm sein Nagato abhanden gekommen ist! Es ist weder bei ihm, noch neben ihm oder bei der Goldechse aufzufinden. Die Sinne des Schmieds sind schlagartig wie benebelt, sein Körper fühlt sich ungewohnt schlapp an und eine schleichende Depression kriecht ihm von den Nackenhaaren ausgehend direkt in den Kopf. Selten hat sich Jizai derart schwach sowie hilflos gefühlt...
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#26
Jizai erwacht in völliger Dunkelheit. Er hört eine Stimme...doch kann sie zuerst nicht zuordnen. Dann trifft es ihn jedoch wie ein Schlag. Er setzt sich schlagartig auf und befreit sich aus der Decke."Shi'rûk mein Freund! Bist du das?!", frägt er überrascht. Dann überkommt im eine wohlige Freude. Seinem Freund ging es gut und er war am Leben. "Ich bin so froh dich zu sehen Shi'rûk!", sagt er erleichtert und blickt die Echse an als diese Licht macht. Kurz sieht sich Jizai um und fragt wo sie sich befinden. Dann sieht er sich nach seinen Waffen um...er kann alles finden...außer das Nagato. Ein Schock durchfährt den Körper, entsetzt blickt er sich um ob das Schwert auch wirklich nicht auffindbar ist! "Das Schwert....wo...wo ist das Nagato?? Was...ist passiert?", frägt Jizai während er mit beiden Händen nach den Schultern der Goldechse greift und diese direkt ansieht.
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#27
Shi´rûk hat scheinbar nicht damit gerechnet, dass sich Jizai so schnell erholen wird. Er ist erstmal erstaunt, dass dieser sich so sehr um die Klinge sorgt statt mehr um sich selbst. "Dein Schwert? Ich dich so gefunden. Vorher plötzlich Bumm! Dann Feuer in Wald. Bin zurück, du aber bewusstlos. Schnell ganze Wasser über Körper, damit keiner verbrennt. Zu Dorf von Gull geschleppt. Danach Decke drüber. Nun in Keller von mein Haus als Schutz vor Flammen." Erst jetzt dürfte dem Ginji auch die Platzwunde an seinem Kopf auffallen, welche ihn in keinen minder besseren Zustand versetzt; ein Schwindelanfall jagt den nächsten, seit er sich so rasch erhoben hat. Kurz muss die Goldechse ihn stützen, damit er nicht die Balance verliert. "Jizai, lieber ausruhen in Keller, oben heiß und gefährlich. Übrigens Mädchen Kiera nicht gesehen vorhin, vielleicht tot?", fragt sich Shi´rûk zuletzt.
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#28
Aller Mut verlässt Jizai als er erfährt, dass das Schwert wohl nicht gefunden wurde. Die neu entdeckte Platzwunde am Kopf macht die Situation nicht besser...Jizai kann einen Würgeanfall nur knapp zurückhalten. Er bedankt sich bei Shi'rûk für die Hilfe und schüttelt den Kopf...er wird sich später noch um das Schwert Gedanken machen müssen. "Ich stehe tief in deiner Schuld mein Freund...erneut hast du mein Leben gerettet!". Der Himmelsstahl würde ein Inferno sicherlich überstehen. Zumal Jizai nicht weiß wie schlecht die Situation oben ist. Der Schwindel raubt dem Samurai fast alle Sinne, doch versucht er als Harter Hund standhaft zu bleiben. Er wendet sich der Goldechse zu als er von Kiera spricht. Ein Schmerz im inneren des Samurai macht sich breit...hatte er diese kleine Diebin doch wissentlich ins Verderben geschickt. Wäre sie doch nur bei ihnen geblieben. "Ich hoffe dass sie überlebt hat. Wir sollten nach ihr sehen wenn die Situation weniger gefährlich ist und ich mich etwas erhohlt habe. Wie ist die Situation an der Oberfläche? Was hast du bisher über den Wald erfahren...und was ist mit deinem Heimatdorf? Sind hier noch andere deiner Art zu finden?", wieder versetzt die Situation Jizai einen Stich und der Schwindel packt ihn. Hoffentlich hatte seine Aktion nicht das Leben von Shi'rûks Kammeraden gekostet!
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#29
"Du mich aus Golem-Magen gerettet, Shi´rûk vergisst nie! Und du geholfen und sogar hierher mitgekommen." Im Zwielicht der Fackel kann der rote Samurai dann sowas wie ein Echsenlächeln wahrnehmen. "Jizai jetzt erstmal ausruhen, bis Feuersturm vorüber. Außerdem verletzt, schau auf Kopf..." Er zeigt auf die Platzwunde. "Trotzdem noch nie wegen Schmerz geschrien, erstaunlicher Krieger du sein!"
Dann verfinstert sich die freudige Miene der Goldechse jedoch, als sie weiterspricht: "Wald ausgestorben, tot und ohne Leben, nicht nur außen... auch innen! Dorf weg, zerstört... oben nix mehr, was man niederbrennen kann. Schon alles kaputt... auch paar Skelette gefunden... ich zu spät, ich haben versagt..." Shi´rûk senkt den Kopf, seine Augen sind leicht glasig, soweit sich dies bei den schwachen Lichtverhältnissen beurteilen lässt.
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#30
Jizai schwankt nocheinmal und sieht letztendlich ein, dass Shi'rûk wohl recht hat. Ersteinmal musste sich der Krieger erhohlen...zumal das Inferno sicher nicht leicht zu überwinden war. Mit etwas Glück, würde das Feuer dort oben bald kein Futter mehr finden. Wenn man Shi'rûk glauben schenken kann, gibt es dort oben sowieso nichtmehr viel brennbares außer den überresten des Waldes. Er entschließt die Salbe aus seinem Gepäck über seine Wunde zu streichen um diese zu desinfizieren. Wer weiß wieviel Dreck in die Wunde gekommen sein mag, während Shi'rûk ihn über den Boden geschliffen hatte. Ebenso nutzt er seinen grünen Reif um die Wunde zu versorgen. Dann lässt er sich im Seiza nieder und wendet sich zu seinem Gefährten. "Dein Lob ehrt mich Freund! Und es erfüllt mich mit Trauer, soetwas über dein Zuhause zu hören. Bitte erzähl mir mehr...hast du Hinweise gefunden, wer diese Zerstörung angerichtet haben könnte? Wer hat den Wald angegriffen?", er will die Echse nicht verletzen und das wird ihm nun wieder klar ob seiner Neugierde. "Doch wenn du Zeit benötigst, hat das auch noch später Zeit...ich wollte dich nicht zu sehr Drängen diese Erlebnisse nocheinmal in dein Gedächtniss zu rufen...", sagt Jizai und beginnt kurz zu zucken. Seit das Nagato nichtmehr bei ihm ist, fühlt es sich so an als würde ein schwarzer Schatten immer würde über seinen Nacken streichen. Als würde dieses Wesen seinen Verlust belustigt hinnehmen und langam zusehen wollen wie der Japaner zugrunde geht.
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#31
Jizai behandelt seine Wunde am Kopf soweit, dass das Schwindelgefühl endlich nachlässt. Von Minute zu Minute bekommt er daraufhin wieder einen klareren Kopf, wobei es immer noch so ist, als würde seit dem Verlust des Nagatos, neben dem schwarzen Schatten in seinem Nacken, noch ein Schleier vor seinem Geist hängen.
Shi´rûk schnieft einmal kurz und nimmt dann seine gewohnte Haltung ein. "Du mitgekommen, du haben Recht zu wissen: Zerstörung nur von Shed-Cron kommen kann. Nathi nicht so kämpfen, zu viel verbrannte Erde. Cron angekündigt Stamm zu vernichten, Cron Stamm dann auch vernichtet. Gull haben verloren..." Er geht in die Hocke, auf Höhe des Ginjis. "Yuja ohnehin nicht geholfen hätten bei Kampf, Plan von Stamm vergeblich mich zu schicken. Wahrscheinlich wir alle Schuld... haben uns auf altes Volk verlassen statt nur auf Nathi. Nur Frage der Zeit bis auch letzter Nathi tot oder versklavt von bösem Himmelsvolk..." Die Goldechse ballt ihre Hand verärgert zu einer Faust. "Trotzdem wühlen mich eine Sache sehr auf... konnte nicht im Kampf mit Gull-Brüder Seite an Seite sterben..." Dann schlägt sie mit der Faust frontal wuchtig gegen den Boden. "Wollte kämpfen bis zur letzten Pfeilspitze, Shi´rûk erst mit letztem Hieb aufgegeben hätte..."
Nun erhebt sich Shi´rûk wieder und seufzt, er greift das Amulett, um klarer zu Jizai sprechen zu können: "Der Stamm der Gull ist fort, meine Frauen sowie Kinder und Kindeskinder vermutlich tot, der knorrige Wald niedergebrannt. Das ist das erste Mal nach 72 Zyklen meines Lebens, dass ich keine Aufgabe mehr habe. Was soll ich jetzt machen, Jizai?", fragt der Shed-Nathi und schüttelt den Kopf mehr als ratlos.
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#32
Obgleich den Samurai die Trauer überkommt als er die Ausführungen von Shi'rûk hört, mischt sich dennoch eine spuhr Faszination unter seine Gefühle. Die Cron...das Himmelsvolk, er fragt sich was für unglaubliche Krieger dieser Stamm hervorgebracht hat. Doch lässt er sich davon nichts anmerken. Tatsächlich scheint die vorgehensweise der Nathi sehr gewagt gewesen zu sein, hatten sie doch auf die Hilfe eines Volkes gezählt, dass sich schon lange unter der Erde versteckt. Jizai ist sich jedoch sicher, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis auch die Yuja für ihre unterlassene Hilfeleistung büßen mussten. Als sein Gefährte zuende gesprochen hatte, ist Jizai kurz still um seine Worte zu bedenken. Er weiß zwar nicht, wie lange 72 Zyklen waren, doch scheint die Echse in die größte Kriese seines bisherigen Lebens gestoßen worden zu sein. "Sich über vergangenes den Kopf zu zerbrechen...und alte Entscheidungen anzuzweifeln führt meist nur zu Kraftlosigkeit und Erschöpfung. Dass du nicht in der Schlacht gefallen bist ist vielleicht der Wille der Sterne....vielleicht bist du der eine der die Welt von der Geißel der Cron befreien kann.", sagt Jizai, der schon öfter gehört hat wie Shi'rûk vom "Willen der Sterne" sprach. Er vergleicht diese Aussage mit einer art Gott der Nathi und hofft das Shi'rûk versteht was Jizai ihm sagen will. "Ich bete zu allen mir bekannten Göttern, dass seine Familie heute nicht starb und entkommen konnte.", sein mitfühlender Blick ruht auf der Echse, ehe er zu seiner letzen Ausführung kommt. "Eines ist klar...heute wurde dir das wichtigste genommen, dass du besitzt. Doch bist du nicht in erster Linie losgezogen um dein Volk zu beschützen? Deine Aufgabe ist klar mein Freund, du wirst den rest der Nathi vereinen und einen Weg suchen die Cron auszulöschen. Dir soll gewiss sein, dass du meine volle Unterstützung haben wirst! ICh werde nicht ruhen bis euer Volk wieder in Frieden leben kann!", Jizai weiß was er hier sagt...er muss wohl seinen Hass gegen die Echsen ablegen...wenn er Shi'rûk volle Unterstüztung zusichern will!
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#33
Shi´rûk seufzt zunächst sehr niedergeschlagen: "Bei den Sternen... ich danke dir zwar, Jizai, aber was können ein einzelner Nathi und ein Helromier schon gegen das mächtige Himmelsvolk ausrichten...?" Dann überlegt die Goldechse kurz und rammt schließlich den Griff ihrer Pike in den Boden. "Trotzdem, deine Worte sind weise, du hast recht, mein Freund. Die Cron töten nicht alle, vielleicht sind ein paar meiner Brüder und Schwestern in die Sklaverei entkommen. Zudem bin ich jetzt vermutlich der letzte Gull, der noch am Leben ist oder in Freiheit lebt. Ein Teil meines Selbst widerstrebt es, das restliche Leben in Untätigkeit gegenüber der Terrorherrschaft der Cron zu verbringen. Meine Loyalität obliegt meinem Stamm." Der Griff des Shed an seiner Waffe wird fester, entschlossener. "Der Besuch bei den Yuja war ein Fehlschlag, der sich nicht rückgängig machen lässt. Ich... WIR sollten als nächstes den Stamm der Silfr aufsuchen. Die Svamp wären näher, doch sie sind dir nicht freundlich gesinnt. Obgleich du ein großer Krieger bist, sollten wir den Willen der Sterne nicht herausfordern. Also, was hältst du von diesem Plan?", fragt Shi´rûk nun deutlich hoffnungsvoller.
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#34
Jizai hört seinem Gefähren zu und denkt erst, dass seine Worte nicht zur Echse durchgedrungen sind. Als Shi'rûk dann jedoch sein neugewonnen Lebenswillen zeigt, lächelt der Samurai und nickt zustimmend. "Guter Plan, lass uns versuchen! Anschließend werden wir uns einen Plan gegen die Cron zurrecht legen. Liegt unsere Siedlung auf dem Weg zum Dorf der Silfr?", fragt Jizai, in der Hoffnung Proviant und anderes auffrischen zu können. "Auf unserer Reise solltest du mir aufjedenfall alles über die Cron und ihre Krieger erzählen, dass du mir eröffnen kannst. Eventuell können wir eine Strategie ausarbeiten...falls wir auf sie treffen!", sagt er schließlich und denkt weiter nach bevor er fortfährt. "Du hast ebenso recht, dass meine Beziehung zu dem Svamp angeschlagen ist...irgendwann werde ich diesen Konflikt wohl lösen müssen...doch ich denke jetzt ist nicht die richtige Zeit dafür. Wir müssen so schnell wie möglich wieder an die Oberfläche...ich hoffe wir können mein Hab und Gut dort finden...denn ohne mein Schwert werde ich Probleme bekommen...", sagt er besorgt vorallem um das Ei und das Nagato.
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#35
"Leider nicht, das Dorf der Silfr liegt noch weiter weg als jeder andere Stamm! Es befindet sich direkt an der Küste südwestlich von hier. Wenn wir wirklich dorthin wollen, müssen wir durch die Eiswüste, keine ungefährliche Reise. Dies ist auch der Grund, wieso die Silfr nur wenig Kontakt mit den anderen Stämmen haben. Wir haben aber einen Vorteil: Zu dieser Jahreszeit ist es am wärmsten dort. Ansonsten würde auch der mächtigste Krieger innerhalb kürzester Zeit zum Eiszapfen werden...", erzählt der Nathi in mahnendem Tonfall.

Shi´rûk reicht Jizai einen zähen Brocken geräuchertes Fleisch, was zwar nicht mehr ganz frisch aussieht, aber nach wie vor genießbar sein müsste. Der Goldechse scheint es jedenfalls nicht zu stören, als sie beherzt zubeißt. "Erstmal warten wir etwas und ruhen uns aus." Mit vollem Mund spricht er weiter: "Mir ist aber klar, warum wir im Wald auf keine Cron getroffen sind. Sie sind gründlich: Wenn sie angreifen, lassen sie niemanden übrig. Daher gibt es auch keinen Grund für sie, zu totem Land zurückzukehren."
Nun legt der Jäger das Amulett wieder beiseite, damit er beide Hände frei hat. Außerdem, so hat er gegenüber dem Ginji mal erwähnt, ist es auf Dauer anstrengend, das Artefakt zu benutzen. Es erschöpft sowohl Körper als auch Geist. Ob dessen magische Kraft ebenfalls irgendwann zu Ende geht, vermag der Helromier jedoch nicht zu sagen. "Wie das mit dein Schwert überhaupt passiert, du oben in Wald gekämpft, Jizai?", fragt die Echse neugierig.
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#36
Jizai hört seinem Gefähren genau zu, der Weg scheint tatsächlich mehr als nur schwierig zu sein. Dennoch muss dieses Opfer wohl gebracht werden, damit die Siedlung, sowie die anderen Stämme dieses Planetens endlich von der Geißel des Himmelsvolkes befreit wird. Außerdem juckt es den Helromier in den Fingern, einmal gegen einen dieser Cron in den Kampf zu ziehen. "Dann ist jetzt wohl die Beste Zeit uns den Silfr zu nähern und hoffentlich ein Bündniss mit Ihnen zu knüpfen.", sagt Jizai letzendlich.

Jizai nimmt das Fleisch dankend entgegen und vertraut seinem Gefähren. Auch er beist ein Stück ab und genießt dennoch das trockene und nichtmehr so frische Fleisch. "Gute Idee...ich hoffe dennoch dass ich bald wieder an mein Schwert komme...und an meine anderen Habseeligkeiten.", sagt er ebenso mit vollem Mund und hört seinem Gefährten und Freund weiter zu. "Nun dann wird es wohl einer Trophäe gleichen, wenn man gegen einen Cron in die Schlacht zieht und lebend zurückkehrt? Ich denke diese Herrausforderung nehme ich gerne an.", sagt der Helromier nun lächelnd und mit entfachtem Kampfgeist. Bei der Frage von Shi'rûk überlegt Jizai kurz ob er die Wahrheit erzählen soll, dann entscheidet er sich die Erreignisse zu schildern. Er beginnt beim Angriff der Waldwesen, seinem Explosionsplan und endet bei seiner Vision über die verfluchte Klinge. Ebenso fügt er an, wie er an das Schwert gekommen war und dass es an ihn weitergereicht wurde.
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#37
"Du bist Vudara begegnet! Wächter von Gull-Wald und eigentlich friedlich und weise. Opfer für Vudara bringen großes Glück, müssen Opfer aus Fleisch und Blut sein. Wald wird dann fruchtbar, Gull darum nicht auf Fleisch angewiesen gewesen, sondern hauptsächlich von Wald gelebt. Ich haben als Jäger viele Opfer für Vudara dargebracht. Aber Wald jetzt tot, keine Opfer, Wächter nutzlos geworden, wahrscheinlich Geister wütend deswegen. Und du noch dazu kein Nathi, also für Vudara Beute. Allerdings töten von Vudara großes Unglück bringen kann...", erklärt Shi'rúk in neutraler Art und Weise kopfschüttelnd und fügt dann hinzu: "Ich verstehen jetzt langsam, Schwert seien für dich heiliges Werkzeug von Familie! Aber gleichzeitig Schwert auch von Sterne beseelt, mit Magie, mit Geist von Vater, der jetzt bei Sterne leben muss. Bedeutet, dass Sterne über dich wachen und Aufgabe für dich haben, welche du erfüllen sollst. Vielleicht wir uns nicht zufällig getroffen haben, vielleicht ich dann Teil von deiner Sternenaufgabe." Plötzlich wirkt der Shed für einen Augenblick nachdenklich.

Die Goldechse verschlingt schlussendlich das letzte Stück Fleisch und spricht weiter: "Trotz Warmwetter wir vor Reise zu Silfr unbedingt müssen auf Jagd. Eiswüste schlimmer als jede Winter, wo du wahrscheinlich kennen. Du brauchen Pelz von große Tier für Schutz vor Kälte. Solche Tier nur in der Nähe von Wüste lebt, also auf Weg zu freundlicher Stamm."
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#38
Kurz schluckt der Japaner, als er hört dass die Vudara wohl soetwas wie Waldgötter sind. Jizai hofft dass die Legenden nicht wahr werden...denn nach dem Tot der drei Vudara würde das für den Japaner nichts gutes bedeuten. Dennoch konnte er seine Taten nichtmehr ändern, es hieß in dieser Situation nur Leben oder Sterben. Der Japaner hat sich anscheinend für alles Unglück dieser Welt...aber dennoch für das Leben entschieden. Bei Shi'rûks Ausführung macht auch Ginji nachdenklich.Vielleicht gab es ja doch etwas wie Schicksal...und alles was heute passierte war schon lange vorherbestimmt. Nun Jizai würde es nur erfahren, wenn er wieder an sein Schwert gelangte...und anschließend mit Shi'rûk zieht.

Jizai stimmt seinem Gefährten zu und schlägt vor vorher noch kurz nach den Habseeligkeiten des Japaners zu suchen und eventuell Hinweise auf den Verbleib seiner Klinge zu finden. Anschließend fügt er hinzu: "Shir'rûk glaubst du, wir können ein paar der Tiere nach der Jagd an die Vudara opfern? Ich würde mir wünschen, wenn durch ihre MAcht deine Heimat wieder in altem Glanz erblühen könnte...auch wenn es vielleicht viele Opfer erfordert. Aber denncoh sollten wir einen Anfang machen und sie besänftigen...sowie um ihren Segen für den Wald bitten.", sagt Jizai nachdenklich. Er hoffte dass es eine möglichkeit gab die Heimat seines Freundes wieder in den alten Zustand zu versetzen. Zulätzt fällt ihm noch eine Frage ein während er den letzten Bissen isst. "Bist du anderweitig gegen die Kälte geschützt, oder brauchst auch du wärmere Kleidung?", da er die Körperbeschaffenheit der Echsen nicht genau kannte, fragte er sich unter was für Bedingungen ihr Überleben gesichert war.
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#39
Shi'rûk ist natürlich einverstanden mit Jizais Vorschlag, zumal er nun die Geschichte um das Nagato kennt. "Gute Idee, Jizai! Falls viel Beute machen, dann wir können zurückkehren. Auch wenn ich nicht glauben, dass Waldwächter sich nach Brand so schnell wieder zeigen. Ich nicht einmal sicher sagen kann, ob Vudara noch da sind, jetzt wo Wald tot und wahrscheinlich weg. Wir dann erst mal schauen müssen." Die Goldechse erhebt sich schließlich und sieht auf sich herab. "Mir meine Kleidung reichen bei Warmwetter. Vorfahren von mir haben Zweig in Silfr-Stamm, ich wohl deshalb abgehärtet gegen Kälte, erklärt der Shed und lächelt etwas stolz.

Wenig später steigen die beiden über eine Luke dem Keller empor. Der verbrannte Geruch von Holz umhüllt Jizais Nase und der Rauch hat sich noch nicht ganz gelegt, sodass dieser leicht in seinen Augen brennt. Auch Shi'rûk muss die Augen zusammenkneifen, er legt seinen Ellenbogen vor den Mund. "Wir wohl doch noch hätten warten sollen...", meint er, geht aber voran, da der Rauch je nach Stelle stärker zu sein scheint. Er blickt zurück zum Ginji, welcher durch den Verlust des Schwertes nach wie vor angeschlagen zu sein scheint. Der Gull-Jäger hält ein und wartet fürs Erste auf seinen Kameraden. Durch den Rauch kann man leider nicht allzu viel von der Umgebung erkennen.
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#40
Jizai freut es, dass seine Vorschläge wiederstandslos angenommen werden. Zwar scheinen die Chancen für sein Vorhaben, den Wald zu retten, nicht gerade gut zu stehen, doch will der Japaner es wenigstens versuchen. Er hat schon genug angerichtet. Alws Shi'rûk von seinen Wurzeln erzählt muss auch Jizai lächeln, ob des Stolzes, den die Echse austrahlt. "Deine Vorfahren schützen dich also in gewisserweise vor der Kälte. Wahrlich eine nützliche Fähigkeit.", sagt der Japaner, sein Anerkennen bekundend.

Als beide schließlich nach oben steigen, spührt der Japaner sofort das brennen von Rauch in den Augen. Zwar ist er den verbrannten Geruch aus der Schmiede, sowie den Rauch dort gewöhnt, doch selbst ihm schießen die Tränen in die Augen. Jizai nickt zustimmend, anscheinend war es noch nicht wirklich sicher hier zu wandeln. Doch dort unten wären sie Sicher festgewachsen, er denkt immernoch dass jetzt dennoch der beste Zeitpunkt ist. Jizai folgt seinem Gefährten durch den Rauch und tut sein Bestes um ihn diesmal nicht aus den Augen zu verlieren. Als er ihn einhohlt fragt er: "Wo genau hast du mich gefunden? Irgendwo dort müsste zumindest meine Ausrüstung sein...".
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