Kapitel 2: Großmutters Vermächtnis
Kaelea ist nicht in Gedanken, vielmehr lässt Thali ihr keine Zeit um zu reagieren und nimmt die Sache selbst in die Hand, ohne dass die Ronso etwas einwenden kann. Um irgendwelche Streitigkeiten oder ähnliches zu vermeiden, belässt sie es dabei und schaut zu, wie die kleine Schwarzhaarige die Fata Morgana der Wand auflöst und die Tür dahinter öffnet. 
Sogleich verzieht sich die Miene Kaeleas und sie legt die Ohren an, denn ihre geräuschempfindlichen Hörorgane werden von dem schrillen Geschrei eines Kindes geplagt. Sie sieht außerdem wie Thali sich scheinbar für einen Angriff wappnet, auch wenn sie nicht sieht, wer oder was sich hinter der Tür befindet. Schnell ist der Helm wieder auf ihrem Kopf und der Griff um die Lanze gefestigt, sodass sie auf eine Auseinandersetzung vorbereitet ist.
Mit gezogener Waffe schreitet die Ronso an Thali vorbei in den Raum, um die Magierin im Falle eines Kampfes beschützen zu können. Nun hat sie auch Möglichkeit, zu sehen, wer sich hier versteckt. Nach ein paar umherstreifenden Blicken sieht sie den Ursprung des Geschreis, einen verblutenden Mann und den Grund, weshalb die Schwarzhaarige in Hab-Acht-Stellung steht. Während der Guado und Thali gleich zur Sache kommen, bleibt Kaelea, ausnahmsweise und zumindest für den Moment, still und beobachtet die Situation mit grimmiger Miene. Sie hat vor, entsprechend der Reaktionen ihrer Gegenüber selbst zu handeln.
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Die Tür öffnet sich und - wie vollkommen unerwartet - befindet sich vor Mio nicht ein Bewohner des Hauses sondern eine vermummte Frau mit recht zierlicher Statur. Diese Person ist der Statusschützin komplett unbekannt und ebenfalls ist sie sich sicher das es sich hier nicht um die einzige handelt, da sie mehr Stimmen als nur eine gehört hatte. Als die Person den Raum betritt erkennt sie dann auch noch zwei weitere Personen - eine Ronso in Rüstung, welche eine Lanze führt, sowie ein Guado, wessen Waffe sie allerdings nicht sofort identifizieren kann - wobei sie allerdings von einem Schützen, Magier oder ähnlichem ausgeht. Auch wenn sie gerade sich gerne mehr Zeit nehmen würde um ihre Gegenüber genauer zu mustern hat die Mischlingsdame aktuell nicht unbedingt diesen Luxus.
Während die Magierin anfängt Magie zu kanalysieren, welche sie anschließend auf Mio richtet, begeben sich die Dame in schwerer Rüstung, welche sich Kampfbereit macht, sowie der Guado, ebenfalls in den Raum, halten sich aber beide zurück. Ihre Pistole richtet die Schützin weiterhin auf die Magierin. So entsteht eine Art Pattsituation - die Gegenüber wissen nicht, welcher Zauber gewirkt wird oder welche Munition in der Waffe geladen ist. Wenigstens ist doch manches aus der Ausbildung hilfreich, geht ihr durch den Kopf.

Mio atmet noch einmal tief durch und setzt ein leichtes Grinsen auf bevor sie der Magierin antwortet. "Terroristen?", sie muss leicht schmunzeln. "Freut mich auch, euch kennenzulernen. Typisch Avalon, nicht wahr? Diese Vorurteile... Wobei man doch gar nichts weiß", führt sie fort. Wäre sie noch im Besitz eines zweiten Armes würde sie sich wahrscheinlich nun mit der Hand durch ihr weißes Haar gehen. "Aber schön zu erfahren wie man mich nennt - oder zumindest wie du mich anscheinend nennst. Doch leider muss ich euch alle wohl enttäuschen, ich kann mir einiges schöneres vorstellen als eine Zelle in dieser Gottverdammten Stadt zu besuchen." Das Wort 'wieder', im Zusammenhang mit der Zelle, entfällt der Statusschützin. Allein der Gedanke, ein weiteres Mal im Gefängnis zu landen, löst bei ihr den Hass gegenüber Avalon aus. Die Menschen, welche sie 'Freunde' nannte, einer nach dem anderen, von Soldaten dieses wunderschönen Ortes niedergestreckt. Rückblickend bereuht sie die Entscheidung, sich zu ergeben - wäre sie an Ort und Stelle gestorben hätte sie diesen ganzen Spaß nicht erst miterleben müssen! "Darf ich euch sonst noch behilflich sein?", antwortet sie noch in einem etwas verspottendem Ton, während sich ihr Gesichtsausdruck verdunkelt.
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Klinisch sauber, als ob sie da dran jetzt denken würde! Sie war keine ausgebildete Heilerin.
Also schnappte sich Ririca einen der eher weniger stauben Lacken ... und dann war da noch dieses stinkende Zeug!
Zumindest das hatte sie mal irgendwo aufgeschnappt, dass man mit Spiritus Wunden auch desinfizieren konnte.
Also schnappte sich das Mädchen eine Flasche und versuchte sie aufzukriegen und auf Zanes Wunde zu gießen um dann mit dem Lacken auf die Wunde zu drücken.
Hoffentlich klappte das ...

Sie hört dem Gespräch im Hintergrund nur halb zu, doch macht es sie wütend.
"Anstatt dass ihr irgendwen ins Gefängnis werfen wollt und nichtmal wisst warum, helft lieber hier eine Wunde zu versorgen! Was seid ihr bloß für herzlose Egoisten!"
Riricas Stimme zitterte vor Wut, während sie versuchte Zanes Wunden mit ihrem nichtvorhandenen Wissen zu versorgen.
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Während sich Thali und Mio weiter konzentriert anstarren und Kaelea sich zum Kampf rüstet, macht Ririca unbeirrt weiter. Ihr scheint es egal zu sein, dass die neuen Ankömmlinge ihr etwas antuen könnten. Konzentriert sammelt sie alle zusammen was sie benötigt und beginnt die Flasche zu öffnen. Zuerst gelingt es der kleinen nicht, doch mit großer ansträngung kriegt sie den Korken endlich von der Flasche. Anschließend schüttet sie den Alkohol in die Wunde von Zane und das Schreien wird noch Markerschütternder! Blut läuft aus den Mundwinkeln von Zane, er scheint sich fest auf die Unterlippe gebissen zu haben und hat tiefe Bissmale hinterlassen. Anschließend versucht Ririca das Tuch auf die Wunde von Zane zu drücken, der wie ein verrückter zappelt und schreit. Dann herrscht stille...er scheint das Bewusstsein verloren zu haben. Thalis Blick fährt kurz zu Ririca und Zane, sie scheint mit sich selbst zu hadern. Kurz herscht Stille, dann hört man nur ein gezischtes "Cidverdammt nochmal!". Hali nimmt beide Hände hoch, sich ergebend. "Ich hoffe mal ihr habt eine gute Erklärung. Kaelea...und du Guado...haltet mir den Rücken frei!", sagt sie während sie mit erhobenen Händen zu Zane geht und das Tuch mustert. "Was zum Abyss? Geh zur Seite Mädchen...", Thali klaubt ihr den Alkohol aus der Hand und macht sich an der Wunde von Zane zu schaffen. Ein grünes Leuchten erhält die Umgebung um Ririca. Thali geht ein Risiko ein und hofft das Mio sie nicht kaltblütig erschießt...doch irgendwie hat Mio auch das Gefühl dass Thali nicht ganz schutzlos ist. Kaelea läuft mit erhobener Lanze in den Raum und stellt sich auf. Sie macht sich bereit mit einem starken Hechtsprung aus ihren Ronsobeinen auf Mio zuzustürmen im Falle des Falles. Von draußen kommt langsam ein lautes Klacken immer näher. Mio und Ririca kennen das Geräusch...es klingt wie Anns Absätze, die sich schnell auf den Dachboden zubewegen.
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Ririca zuckt kurz zurück aufgrund von Zanes Schrei, doch macht unbeirrt weiter. Sie musste doch versuchen ihm zu helfen! Besonders wenn sich hier sonst niemand die Mühe machte.
Aber es war gar nicht so leicht, den doppelt so großen Zane zu helfen, wenn er so zappelte.
Als ihr jemand den Alkohol aus der Hand reißt, sieht Ririca erst wütend die Person an, doch als sie merkt, dass sie sich wohl dran macht Zane zu helfen, macht sie sofort Platz und beobachtet überrascht die Fremde.
Mit geballten Händen sieht Ririca auf Zanes Gesicht. Hoffentlich gehts ihm bald besser.
Als sie dann auch noch die vertrauten Geräusche hört, die stark nach Anns Absätzen klingen, hellt sich ihr Gesichtsausdruck auf. Jetzt würde hoffentlich alles wieder gut werden.
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Die Mischlingsdame ist recht überrascht, dass der Einwurf von Ririca tatsächlich Wirkung zeigt. Sie hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass die ungebetene Gäste - oder zumindest einer von ihnen - plötzlich mehr oder weniger aufgibt und tatsächlich anfängt die Wunde von Zane zu versorgen. Dieser wäre zwar wahrscheinlich nicht unbedingt ein Verlust gewesen, aber immerhin. Drei sind nunmal logischerweise besser als zwei. Zwar nimmt die Statusschützin ihre Pistole runter, ist aber trotzdem jeder Zeit bereit diese wieder zu erheben um wieder auf einen der drei Gestalten zu zielen. Zwar herrscht aktuell wohl ein Waffenstillstand, trotzdem kann man die Spannung im Raum fast greifen. Eine 'gute Erklärung' wäre hier wohl sicherlich angebracht, aber eher von den drei, welche plötzlich auf dem Dachboden auftauchen und mit Gewalt drohen!

Mio lässt noch ein 'tsk' von sich und weicht mit ihren Augen nicht von der Dame, welche eben noch auf sie gezielt hat, weg. Natürlich bin ich wieder hier die große Böse Person, geht ihr durch die Gedanken. Wären die letzten Tage, oder eher sogar Stunden, auch nur etwas Ereignisloser, hätte sie sich wohl vor Langeweile umgebracht! Das Klacken welches nun ebenfalls durch den Raum geht macht die Situation nur um einiges Interessanter - wer weiß, was die Dame mit den Heilkräften nun als nächstes anstellt? Mio bewegt sich nicht und schaut sich einfach die Geschehnisse weiterhin an, und eine Erklärung gibt es von ihrer Seite zuerst auf jeden Fall nicht.
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Thali duldet den bösen Blick von Ririca und sorgt weiter mit Ihrer Heilmagie dafür dass Zanes Wunde bestmöglich versorgt wird. Ihr entgehen natürlich nicht die lauten Absätze. Ryke, der immernoch im Gang steht, blickt sich erstaunt um. Kurz hält das Klacken inne. Schüsse sind zu hören...anschließend ein erschöpftes, männliches Seufzen. Wieder klacken die Schritte durch den Gang. Kaelea ist hin und her gerissen und weiß nicht, ob sie Ihre Aufmerksamkeit lieber in den Raum, oder auf die hinzukommende Person richten soll. Sie entschließt sich, sich zu drehen und somit beide Optionen bei Bedarf wählen zu können. Sie blickt nun immer wieder zwischen Tür und Mio hin und her. Nach wenigen Sekunden steht Thali auf und sieht zu Ririca hinunter. "So...mit etwas Ruhe wird er wieder...doch jetzt bist du mir eine Erklärung schuldig kleine...". Kurz hat Ririca Zeit sich zu erklären, bevor auch schon Ryke von den Füßen geschossen wird und schlitternd am Ende des Ganges zum stehen kommt. Sofort gehen wieder alle in Bereitschaft, denn anscheinend kommt den drei Eindringlingen keine Freundlich gesinnte Person entgegen. In der Tür erscheint eine Frau mit schwarzen, lockigem Haar und breitet ihre schwarzen Flügel aus. Kaum mehr Licht dringt in den finsteren Raum. Nur der Stab von Ann glüht violett, als sie diesen erhebt. "Solltet ihr nicht zu diesen ehrenlosen Soldaten gehören, dann tut mir der Freiflug eures Freundes sehr leid...dennoch muss ich euch zu eurer eigenen Sicherheit bitten...von meiner werten Herrin und unserem werten Gästen zurückzutrten!", sagt Ann mit gebieterischem Ton.
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